Margaretenhof wieder im Restaurantführer „Bib Gourmand“ vertreten / Gäste mit vielen Ideen überraschen

Große Lust auf gutes Essen

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Liebe auf den ersten Blick: Christine und Sascha Dietrich vor ihrem Landhausrestaurant Margaretenhof in Neujellingsdorf.

FEHMARN -mb- „Neudeutsche Küche mit einem Hauch von Asien“, so lautet die Überschrift im A La Carte, einem der führenden Gastronomie-Magazine Deutschlands über das Landhausrestaurant Margaretenhof in der Oktoberausgabe. Zwischen Wiesen und Feldern, etwas abseits der Hauptströme Fehmarns, liegt in Neujellingsdorf das Restaurant von Christine und Sascha Dietrich. Beide betreiben das Etablissement seit 2012. Nun sind sie wieder im „Bib Gourmand 2018“ dem Restaurantführer vom Michelin vertreten. Aber was bedeutet das eigentlich? Beim Gespräch mit dem FT verraten sie noch einiges mehr.

Erst die dritte Auflage des „Bib Gourmand Deutschland“ bringt Michelin für 2018 heraus. Insgesamt 460 Topadressen sind in den Restaurantführer gelistet. „Es ist noch eine relativ junge Geschichte, der Start war 2015. Gerade in Deutschland ist es noch nicht so verbreitet“, verdeutlicht Sascha Dietrich und erklärt kurz, was es mit dem „Bib Gourmand“ auf sich hat. „Die Sterne-Küche ist in der Regel sehr aufwendig gestaltet, nur wenige Restaurants können sich das überhaupt leisten.“ Zudem könne ein Sechs-Gänge-Menü mit Weinbegleitung schnell 120 Euro kosten. „Michelin hat sich daher ein Segment überlegt, das handwerklich hochwertige Küche berücksichtigt, die gleichzeitig schön zur Gestaltung gebracht wird und maximal 37 Euro kostet.“

Der glasklare Antrieb des Ehepaares, der durch die Anerkennung bestätigt wird: Man habe große Lust auf gutes Essen. „Wir heben uns preislich wohl etwas ab, aber entsprechend wird der Gast auch kulinarisch versorgt“, sagt Küchenchef Dietrich und betont die generelle Relevanz von Qualitätsbewertungen und die Aufmerksamkeit, die damit verbunden ist. „Die Leute kommen deshalb zu uns. Ähnlich verhält es sich mit ‚TripAdvisor‘ oder die Zusammenarbeit zwischen dem Buchungsportal ‚Bookatable‘ und Michelin – viele unserer Gäste informieren sich vorher, welche Angebote eine Region vorhält.“

Der Start vor vier Jahren war keineswegs einfach. „Wir haben klein angefangen und sind stolz darauf, alles in Eigenleistung erreicht zu haben“, bemerkt Christine Dietrich und erinnert sich, dass es „Liebe auf den ersten Blick war.“ Man habe schnell eine Vorstellung gehabt, wie das Landhausrestaurant aussehen könne.

Montags bis sonnabends, wenn das Restaurant um 17 Uhr öffnet, geht es mit den ersten Vorbereitungen gegen 13 Uhr los. Am Sonntag erwarten die beiden ihre Gäste bereits ab 12 Uhr – dementsprechend beginnt die Arbeit deutlich eher. „Wir bereiten alles frisch zu, das braucht natürlich eine gewisse Vorlaufzeit“, erklärt der Küchenmeister. Zu fünft sind sie in der Küche, im Service zu viert. Beide Bereiche sind klar voneinander getrennt und das Ehepaar ein eingespieltes Team mit reichlich Erfahrung aus Häusern der gehobenen Hotellerie in den letzten 20 Jahren. „Das muss sein, sonst würden wir uns sicherlich auf die Füße treten“, lächelt Christine Dietrich, die den Service und alles außerhalb der Küche leitet. Ihr Mann nickt zustimmend und lässt den Blick durch das 1810 erbaute Bauernhaus schweifen. „Sie hat auch den besonderen Blick für die Einrichtung, sodass alles stimmig ist.“

Als „gemütlich, entspannt, und heimelig“ bezeichnet der Küchenchef das Ambiente, das seine Gäste erwarten können. Ein wenig der Zeit entflohen – beschaulich in der Natur. „Der Margaretenhof ist ein Name, seit 45 Jahren gibt es hier Gastronomie, aber beschaulich und in der Natur gelegen, bedeutet auch etwas ab vom Schuss“, verdeutlicht Sascha Dietrich.

Das Ehepaar lässt sich daher immer wieder etwas Neues einfallen. „Wir wollen unsere Gäste mit unseren Ideen begeistern und auch neugierig machen“, lächelt Christine Dietrich und zählt Angebote wie „Wine & Dine“ jeden Freitag sowie „Afternoon Tea“ und die „Sushi-Night“ – beides am Sonntag – auf. Nicht zu vergessen, das sogenannte „Ententaxi“ – leckere Flugente kommt dann nach Hause.

In diesem Moment ein Anruf: viermal Ente für Sonntag. Der Chefkoch überlegt kurz und gibt dann sein Okay. Noch wird dies für viele Menschen mit Schnellrestaurants und Bistros in Verbindung gebracht, aber in der Realität hebt sich diese Zuschreibung langsam aber sicher auf. „Das wird für hochklassige Restaurants gerade zum Trend und für uns ist es ein guter Zuverdienst – gerade in der mauen Zeit“, sagt der Küchenchef, der übrigens auch ziemlich Stolz auf sein eigenes Kochbuch mit seinen Rezepten ist. Gemeinsam mit Fotograf Roland Willaert hat er in Zusammenarbeit mit der Fehmaraner Medien Agentur Czellnik ein 148-seitiges Buch mit kulinarischen Leckerbissen herausgebracht.

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