Seit Kurzem gehört der Fehmaraner der Zimmerer-Nationalmannschaft an / Einer der Besten seines Fachs

Großer Erfolg für Tom Jacobsen

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Gehört zu den besten Nachwuchskräften im Zimmererhandwerk in ganz Deutschland: Tom Jacobsen. Als Mitglied der Zimmerer-Nationalmannschaft hofft er, zum Team zu gehören, das bei der Zimmerer-Europameisterschaft im Oktober in Luxemburg antritt.

FEHMARN -wa- Zu den besten Nachwuchskräften im Zimmererhandwerk gehört Tom Jacobsen aus Burg. Er hatte bei der deutschen Meisterschaft in den bauhandwerklichen Berufen im November 2017 im baden-württembergischen Sigmaringen die Silbermedaille geholt. Doch damit nicht genug. Er wurde auch in die Zimmerer-Nationalmannschaft berufen.

Inzwischen hat der 21-Jährige vier Monate Trainingszeit hinter sich. Nach seiner Rückkehr von einem öffentlichen Training beim Sponsor Velux in Thüringen erklärte er, dass das Training viel Spaß mache. „Es ist eine Erfahrung, die man mitnehmen sollte“, so Jacobsen, der als Geselle in seinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb Holzbau Fehmarn GmbH arbeitet.

Seit Anfang des Jahres gilt für das Team der Nationalmannschaft wieder einmal die „Mission Titelverteidigung“, der es sich mit viel Power und Engagement stellt. Seit 2012 ist die Mannschaft amtierender Europameister in der Einzel- und Mannschaftswertung und will diesen Titel bei der Zimmerer-Europameisterschaft 2018 im Oktober in Luxemburg zum vierten Mal holen.

Eines der fünf Teammitglieder ist nun Tom Jacobsen. Wer zum dreiköpfigen Team gehören wird, das bei der EM in Luxemburg antritt, wird Anfang August von der Teamleitung entschieden. Laut Teamleiter Roland Bernardi, Zimmermeister und Holzbauunternehmer aus dem saarländischen Völklingen, ist noch alles offen: „Alle derzeitigen Teammitglieder haben gute Chancen, sich für die EM zu qualifizieren. Auch unsere beiden neuen Teammitglieder, Lukas Nafz und Tom Jacobsen, haben großes Potenzial. Ich fürchte, wir werden uns sehr schwer tun mit der Entscheidung.“

Hartes Training aus Liebe zum Holz

Seit Dezember 2017 trainiert Jacobsen alle sechs bis acht Wochen mit den Teamkollegen. Das Training erfolgt in zwei Zimmerer-Ausbildungszentren in Biberach und Kassel sowie bei Sponsoren und auf der Messe „Dach+Holz International“.

Der gebürtige Oldenburger erzählt, dass die Liebe zum Holz aus der Familie komme. Sein Opa sei gelernter Tischler und habe ihm diese Leidenschaft in die Wiege gelegt. Jedoch wollte er selbst etwas „Größeres bauen.“ So hat er sich für den Zimmerer-Beruf entschieden. „Ich finde es immer wieder beeindruckend, was man im Laufe eines Tages schaffen kann.“ Als er das erste Mal von Berufswettbewerben gehört hat, hat ihn der Ehrgeiz gepackt. Er wollte die Gesellenprüfung gut absolvieren, um zur Landesmeisterschaft in Schleswig-Holstein fahren zu können. Das hat geklappt.

Dann kam die nächste Herausforderung: die Deutsche Meisterschaft tief im Süden, in Sigmaringen. Mit Ehrgeiz und Leidenschaft hat Jacobsen gekämpft. Aber der Wettbewerb lief angeblich „alles andere als gut für mich“, so seine Worte. Es war eine Fehleinschätzung. Er hatte die Silbermedaille geholt und war somit der zweitbeste deutsche Zimmerer.

Die Zimmerer-Nationalmannschaft wird vom Berufsverband des Zimmererhandwerks, Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, getragen. Zum Team gehören die besten jungen Zimmerer im Holzbauhandwerk. Die Mitglieder der Nationalmannschaft haben sich aufgrund ihres guten Abschneidens bei der jährlichen deutschen Meisterschaft, die nach Abschluss der Zimmerer-Ausbildung stattfindet, für das Team qualifiziert.

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