Auflieger rutschte von der Zugmaschine - 40 Einsatzeinkräfte waren vor Ort - Keine Schäden für die Umwelt

Großer Gefahrguteinsatz in Puttgarden

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Per Kran wurde der Auflieger wieder auf die Zugmaschine gehoben. Anschließend konnte der Fahrer seine Reise nach Skandinavien fortsetzen.

PUTTGARDEN - Zu einem Gefahrguteinsatz kam es am Sonnabend um 13.25 Uhr kurz vor dem Fährhafen Puttgarden. Ein dänischer Auflieger war von einer polnischen Zugmaschine gerutscht, sodass der Löschzug „Gefahrgut Nord“ ausrücken musste. Weiter im Einsatz waren die Feuerwehren Puttgarden und Bannesdorf sowie die Führungsunterstützungsgruppe Fehmarn.

Die Polizei hatte den mit 24 Tonnen Stückgut beladenen Lkw am Freitag kontrolliert. Aus den Ladepapieren erfuhren die Beamten, dass sich unter der Ladung rund zwölf Kilogramm Gefahrgut befand. Hierfür fehlte die für den Seeverkehr erforderliche Warntafel. So ließ der Fahrer seinen Auflieger stehen und besorgte sich eine entsprechende Warntafel. Als er am Sonnabend seine Reise mit der Fähre nach Skandinavien fortsetzen wollte, kam es zu einem technischen Problem und der Auflieger rutschte dem Fahrer beim Anfahren von der Zugmaschine. Aus Sicherheitsgründen versiegelten die Einsatzkräfte zunächst die Gullydeckel auf dem Parkplatz vor dem Fährhafen. Anschließend wurde der Auflieger gesichert und unter Schutzanzügen die Ladung nach dem Gefahrgut durchsucht. Giftigen und ätzenden Chlorwasserstoff, brandfördernde und ätzende Salpetersäure sowie eine giftige und umweltgefährdende Ammoniaklösung fand der Löschzug Gefahrgut. Die Stoffe waren in Kartons verpackt, die vorsichtig vom Lkw entfernt und zunächst in einer Wanne zwischengelagert wurden. Hier wurde das Gefahrgut auf mögliche Beschädigungen hin untersucht, die aber nicht festgestellt worden sind.

Das Gefahrgut wird auf Beschädigungen geprüft. Da die Ladung sehr gut gesichert war, traten keine Giftstoffe aus.

„Die Ladung war sehr gut gesichert, sodass sie nicht verrutscht ist“, so ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Puttgarden. Die Einsatzkräfte konnten um 16.15 Uhr ihren Einsatz beenden. Der Auflieger wurde durch eine hiesige Kranfirma wieder aufgesetzt. Dazu musste der große Kran im vorderen Bereich rund 15 Tonnen anheben. Anschließend konnte der Trucker seine Reise fortsetzen. · lb

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