Open Air: „Nabucco“ am 26. August in Burgstaaken / Präsentiert von der Festspieloper Prag

Großes Theater auf Fehmarn

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Der Tourismus-Service Fehmarn holt die gewaltige Oper "Nabucco" nach Fehmarn.

Fehmarn – Wer kennt ihn nicht, den weltberühmten Gesang des Gefangenenchors aus Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“? Wem der Weg in die Arena von Verona zu weit ist, der hat im Sommer Gelegenheit, sich das dramatische Spiel um Liebe und Macht als Open-Air-Spektakel in Burgstaaken auf der Wiese am Binnensee anzusehen. Dann nämlich holt der Tourismus-Service Fehmarn (TSF) die Festspieloper Prag nach Fehmarn.

Es heißt, man müsse „Nabucco“ mit dem weltberühmten Gefangenenchor wenigstens einmal unter freiem Himmel und in einer grandiosen Inszenierung erlebt haben. Und das ist am 26. August (Mittwoch) um 20 Uhr auf der Insel möglich. Mit prächtigen Kostümen und eindrucksvollem Bühnenbild lässt die Festspiel- oper Prag die Eroberung Jerusalems 587 vor Christus und die babylonische Gefangenschaft des jüdischen Volkes lebendig werden.

Der gewaltige Chor der Gefangenen wird mit einem Aufgebot an ausdrucksstarken und facettenreich singenden Solisten erklingen. Produktionen unter freiem Himmel bedeuten für jedes Opernensemble eine besondere künstlerische Herausforderung. Hier gilt es, Aufführung und Ambiente der Spielstätte zu einem unvergesslichen Event zu vereinen. Sänger, Orchester, Regie und Technik müssen sich bei jeder Spielstätte neu auf die atmosphärischen und akustischen Gegebenheiten einstellen. Dies sei der Oper bei den bisherigen Sommer-Open-Air-Aufführungen mit mittlerweile über zwei Millionen Zuschauern hervorragend gelungen, ist der Ankündigung des Veranstalters zu entnehmen.

Die Handlung der Oper von Giuseppe Verdi speist sich aus Legenden um den biblischen Herrscher Nabucco (Nebukadnezar II.), König von Babylon von 605 bis 562 vor Christus. Mit seiner Herrschaft sind Bauten wie das Ischtar-Tor, die Hängenden Gärten und der babylonische Turmbau verbunden. Die Handlung der Oper besteht aus vier Akten. Sie fasziniert mit einem dramatischen Spiel um Liebe und Macht, mit wunderschönen Stimmen, prächtigen Kostümen und einem eindrucksvollen Bühnenbild. Es erwartet den Klassik-Besucher mit Giuseppe Verdis „Nabucco“ eine der größten Opern der Musikgeschichte.

Giuseppe Fortunino Francesco Verdi wurde im Oktober 1813 in Le Roncole bei Parma geboren. Als Sohn eines Gastwirts kam er aus einfachen Verhältnissen. Dennoch zeigte sein Vater Verständnis für seine musikalische Neigung und förderte diese. Als Verdi zwölf Jahre alt war, nahm ihn der wohlhabende Kaufmann Antonio Barezzi aus Busseto bei sich auf und ließ den Jungen musikalisch ausbilden. Er förderte Verdi weiterhin und ließ ihn bei Vincenzo Lavigna (1776–1836), dem langjährigen Konzertmeister und Cembalisten an der Mailänder Scala, studieren. 1836 kehrte Verdi als „Maestro di Musica“ nach Busseto zurück und heiratete Margherita Barezzi, die Tochter seines Förderers.

1839 begann seine Laufbahn als Opernkomponist an der Mailänder Scala. Es folgte die bisher größte Krise seines Lebens, als bis 1840 seine beiden Kinder und seine Frau starben. Seine zweite Oper wurde ein Reinfall. Verdi verzweifelte und nahm zunächst keine weiteren Aufträge der Scala an. Erst 1842 erschien mit „Nabucco“ sein nächstes Werk, das sofort zu einem großen Erfolg wurde.

Verdi, selbst glühender Anhänger des „Risorgimento“, der italienischen Einigungsbewegung, hatte den Lebensnerv der Italiener getroffen. Das berühmte Lied des Gefangenenchors, „Va, pensiero, sull’ali dorate“ (Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen), wurde sofort zur heimlichen Nationalhymne. In den folgenden acht Jahren schuf Verdi mit „I Lombardi“, „Ernani“, „I due Foscari“ und „Macbeth“ weitere patriotische Opern, die sehr erfolgreich waren. Mit dem Erfolg kam auch Reichtum, sodass sich Verdi ein Landgut in Sant’Agata kaufen konnte, das zu seinem bevorzugten Wohnsitz wurde. Verdi lebte seit 1847 mit der Sängerin Giuseppina Strepponi zusammen, die er 1859 heiratete. Giuseppina hatte in der Ouvertüre von „Nabucco“ 1842 die Partie der Abigail gesungen.

Mit „Rigoletto“ begann 1851 Verdis zweite Schaffensperiode, in welcher auch „ La Traviata“ entstand. Als seine Frau Giuseppina 1897 starb, erlosch Verdis Lebenswille. Krank zog er nach Mailand und starb dort am 27. Januar 1901.

Karten für das Opern- Spektakel gibt es bereits im Internet bei Eventim, Reservix oder Ticketonline. In Kürze werden die Karten auch bei den hiesigen Tourist-Infos erhältlich sein.

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