Bauausschuss am Dienstag in der Mensa: Hotelbetreiber stellt überarbeitete Planung vor

Grünes Licht für Meeschendorf?

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Alles eine Frage der Perspektive? Links ist eine Skizze des geplanten Meeschendorfer Hotels zu sehen, das Katherin Kleingarn in Auftrag gegeben hat. Rechts ist ein Jufa-Modell des Hotels abgebildet.

Fehmarn –mb- Der Bau eines Familienhotels am Meeschendorfer Strand? Der richtige Schritt, hieß es im Bau- und Umweltausschuss Ende Oktober 2019 bei allen, bis auf Marco Eberle (Grüne). Nur die Dimensionen passten den Ausschussmitgliedern überhaupt nicht: zu massiv, besser einpassen in die Umgebung (SPD), höchstens zweigeschossig mit Flachdach (CDU). Das österreichische Hotelunternehmen Jufa als Vorhabenträger sollte nachbessern.

Da die Ausschusssitzung am 12. März aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs abgesagt wurde, steht der neue Anlauf der Jufa-Gruppe am Dienstag (19. Mai) um 18 Uhr auf der Tagesordnung des Ausschusses. Jufa hatte Mitte 2019 einen 75-jährigen Pachtvertrag für das Gelände der Erholungsstätte des Kreises Hersfeld-Rotenburg unterschrieben. Das Vorhaben hat ein zeitliches Fenster: Bis zum 22. Juni 2021 muss mithilfe eines Bebauungsplanes planungsrechtlich Klarheit herrschen, denn ein Teil der geplanten Anlage liegt innerhalb des 150 Meter breiten Gewässerschutzstreifens.

Der Entscheidungsschritt, der jetzt im Ausschuss anstehe, sei verfahrensunabhängig, sagte Bauamtsleiter Benjamin May am Freitag auf Nachfrage. Momentan laufe die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit. „So bekommen wir mit, was als gut oder schlecht bewertet wird und wo noch nachgearbeitet werden muss“, so May. Unabhängig davon hat die Stadt eigene städtebauliche Vorstellungen, die im Ausschuss beraten werden. Werde beispielsweise die Gebäudehöhe noch nicht als ausreichend nachgebessert empfunden, dann müsse der Vorhabenträger nochmals schauen, ob es alternative Gestaltungsmöglichkeiten gebe, so May, der deutliche Nachbesserungen durch den Vorhabenträger erkennen könne.

Anders sieht das Katherin Kleingarn, Betreiberin des Campingplatzes „Insel-Camp“ in direkter Nachbarschaft, die bereits in der Einwohnerfragestunde bei der ersten Vorstellung Kritik übte. Auch dem überarbeiteten Entwurf kann sie nicht viel Gutes abgewinnen, hat sogar eine eigene Grafik bei einem Architekturbüro in Auftrag gegeben, „um die Massivität des Baus zu verdeutlichen“, wie sie gegenüber dem FT sagte. In der Mensa der Inselschule wird sich Kleingarn nicht persönlich äußern können, da die Einwohnerfragestunde aufgrund der Pandemie entfällt. Für sie und alle anderen Einwohner besteht aber die Möglichkeit, telefonisch oder per E-Mail Fragen an die Stadtverwaltung zu richten, die dann in der Sitzung aufgegriffen werden.

Beste Planung für Turnhalle gesucht

Ein weiteres Thema ist der Sporthallenneubau in Landkirchen. Im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs soll ein geeignetes Architekturbüro gefunden werden, das der Stadt unter allen infrage kommenden Aspekten Empfehlungen und Vorschläge macht, wie ein Neubau am besten realisiert werden kann. Der Ausschuss soll am Dienstag den Auslobungstext absegnen. Benjamin May nannte unter anderem eine späte Schließung der alten Halle, damit die Unterbrechung der Hallennutzung möglichst kurz ausfalle.

„Das muss mit den baulichen und finanziellen Möglichkeiten abgewogen werden“, sieht May dies als wichtige Fragestellung für die Teilnehmer des Wettbewerbs – genauso wie den Aspekt der Stellplätze oder den Anbau an das Sportlerheim des RSV Landkirchen und nicht zuletzt die Schaffung von Zuschauerplätzen.

„Eine Turnhalle zu bauen, klingt simpel, aber es ist schon herausfordernd“, so May.

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