Staakensweg 12: Vergabeverfahren startet heute / Kaufpreis 100 Euro pro Quadratmeter

Grundstück sucht Hausbauer

+
Im Hintergrund ist der Neubau Staakensweg 10 zu sehen. Im Vordergrund erstreckt sich das 809 Quadratmeter große Grundstück mit der zukünftigen Hausnummer 12.

Fehmarn –mb– Ein paar Jahre sind ins Land gezogen, seit die Stadt 2012 eine Grundstückslücke im Staakensweg erkannt und als Bauland überplant hat. Ende 2013 erfolgte der politische Beschluss für das Verfahren als „Einheimischenmodell“. Die Zielstellung im Namen sollten Familien als Bauherren mit Hauptwohnsitz auf Fehmarn gefunden werden, abgesichert über Kriterien in einem Punktekatalog, beispielsweise für Kinder oder auch die Jahre, die ein Interessent seinen Hauptwohnsitz auf Fehmarn bereits hat. Dazu gesellen sich auch Ausschlusskriterien wie ein maximales Jahreseinkommen von 50000 Euro, oder wenn ein Familienmitglied bereits Eigentümer eines Hauses, Bauplatzes oder einer Eigentumswohnung ist

  • Baurecht gibt es seit 2015
  • Drei Jahre dürfen bis zum Baustart vergehen
  • Bewerbungsfrist bis 30. November

Der Kaufpreis beträgt 100 Euro pro Quadratmeter. Baurecht gibt es seit 2015. Die Herstellung der Erschließungsanlage erfolgte bis Mitte 2017. „Dabei haben sich bei der Grenzvermessung Ungenauigkeiten ergeben“, erklärte gestern Mareike Zickermann beim Vor-Ort-Termin einen gewichtigen Grund für die Verzögerungen. Die Immobilienfachwirtin arbeitet seit 2018 bei der Stadt Fehmarn, zunächst bei der Stabsstelle Recht, zuständig für Miet- und Pachtangelegenheiten, seit 1. Oktober befasst sie sich mit Grundstücks- und Vertragsangelegenheiten im Bauamt.

Drei Grundstücke sind schon bebaut, zwei davon bereits bewohnt, und ein weiteres immerhin verkauft. Nach Unterschrift dürfen übrigens maximal drei Jahre bis zum Baustart vergehen, zudem müssen die Grundstückskäufer mindestens zehn Jahre selbst in dem Haus wohnen. Irgendwie übriggeblieben ist bislang das 809 Quadratmeter große Grundstück Staakensweg 12.

„Es hat eine Weile gedauert“, gibt auch Zickermann zu. Nun soll aber zum Endspurt angesetzt werden: Einstimmig hatte sich die Stadtvertretung zuletzt dafür ausgesprochen, der Empfehlung des Bauamtes zu folgen, und das Vergabeverfahren für das verbliebene Grundstück aufzuheben, um mit den gleichen Kriterien erneut auszuschreiben. „Damit sind noch möglicherweise bestehende Ansprüche ausgeschlossen“, erklärte Bauamtsleiter Benjamin May in der Stadtvertretung. Nicht zuletzt beruhte die Vergabe durch die zeitlichen Verzögerungen auf veralteten Daten, so May, da sich die Lebensverhältnisse der Bewerber auch weiterentwickelt hätten.

„Bewerbungsfrist ist der 30. November“, sagt Zickermann, danach erfolge die Auswertung der Bewerbungen. „Wer die meisten Punkte hat und eine gesicherte Finanzierung, bekommt den Zuschlag.“ Seit heute ist der Fragenkatalog zur Vergabe des Baugrundstücks samt Beschreibung auf der Webseite stadtfehmarn.de zu finden. Am Ende stehe dann nur noch der Datenaustausch, so die Immobilienfachwirtin. Sie rechnet mit einem Verkauf zum Jahreswechsel.

Wer Fragen zum Grundstück hat, kann sich an Mareike Zickermann unter 04371 506651 wenden. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.