Ostholsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete folgt dem Ruf des zukünftigen Finanzministers Olaf Scholz

Hagedorn wird Staatssekretärin

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In ihrem Wahlkreis an der Ostsee ließ sich Bettina Hagedorn gerne den Wind um die Nase wehen. Als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium dürfte sie in Zukunft mehr Zeit in Berlin verbringen.

BERLIN -hö- Bettina Hagedorn (62), seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, wird Parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium. Am Freitag erhielt sie den Anruf des zukünftigen Finanzministers Olaf Scholz. „Es ist eine sehr spannende Aufgabe und eine große Herausforderung“, sagte die ostholsteinische Bundestagsabgeordnete auf Nachfrage des FT. Sie sei aber selbstbewusst genug, um zu sagen: „Ich kann das.“

Sie kann auf jahrelange Erfahrung als Mitglied im Haushaltsausschuss bauen. Seit 2009 ist sie stellvertretende Sprecherin der SPD-Arbeitsgruppe Haushalt, im aktuellen Ausschuss stellvertretende Vorsitzende. Diesen Posten wird sie nun räumen, denn als Parlamentarische Staatssekretärin wird sie zwar weiterhin im Haushaltsausschuss anzutreffen sein, doch wird sie dort das Finanzministerium vertreten. Sie werde praktisch Nachfolgerin von Jens Spahn (CDU), so Hagedorn. Parlamentarische Staatssekretäre bleiben Mitglieder des Deutschen Bundestages.

Bekanntlich ist in der neuen GroKo das Finanzressort an die SPD übergegangen. Spahn wird das Gesundheitsministerium übernehmen. Am Mittwoch (14. März) soll sowohl die Wahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch die Vereidigung ihres neuen Kabinetts erfolgen. Danach werde sie dann sehen, wie die Zuschneidung der Verantwortungsbereiche ist, so Hagedorn. Denn neben ihr wird es noch einen weiteren Parlamentarischen Staatssekretär sowie zwei beamtete Staatssekretäre geben.

Hagedorn: Mehr in Berlin als bisher

„Ich werde in Zukunft mehr in Berlin sein als bisher“, werde sie sich ein wenig umstellen müssen, gesteht die 62-Jährige, zu deren Aufgaben es zukünftig auch gehören wird, den Finanzminister bei Terminen zu vertreten. Ein Einschnitt für das persönliche Leben sei das schon, zumal sie immer gerne in ihrem Wahlkreis gewesen sei. „Das wird weniger werden, das ist der Preis“, weiß Bettina Hagedorn. Allerdings habe sie auch ein wenig Zeit gehabt, sich damit zu befassen, denn in den letzten zwei Wochen habe es schon Anzeichen gegeben, dass sie eine Kandidatin sei. „Der Anruf kam aber erst gestern“, so Hagedorn.

SPD-Landeschef Ralf Stegner freut sich über die Nominierung seiner langjährigen Stellvertreterin: „Sie hat mit ihrer großen haushaltspolitischen Erfahrung die besten Voraussetzungen für dieses Amt und hat im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages schon sehr viel für unser Schleswig-Holstein erreicht.“

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