Neue Sporthalle für Landkirchen / Planung angeschoben / Tribüne und Punktspielbetrieb

Halle oder Multifunktionsarena?

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Die neue Halle könnte auch südlich der jetzigen Halle gebaut werden. Die alte Halle könnte stehenbleiben. Das wäre der Wunsch der WUW.

Fehmarn – Von Nicole Rochell Die intensiven Überlegungen waren bestimmt so effektiv wie eine Kurseinheit Rückenfitness. Gedanklich fand das Work- out in Landkirchen statt, wo der Bau einer neuen Zweifeldhalle geplant ist. Die Mitglieder des Sport- ausschusses legten bei ihren Überlegungen am Mittwochabend das Ergebnis des Sport- entwicklungskonzeptes zugrunde, das vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) ausgearbeitet wurde. Das Fazit: Es fehlen Trainingsflächen. Beim Bau einer neuen Halle könnten sowohl die Bedarfe des Schulsports als auch der Vereinssport vollständig Berücksichtigung finden, hieß es in den Empfehlungen des Instituts.

Ein Katalog mit Mindestkriterien, was eine neue Halle vorhalten sollte, wurde bereits erarbeitet. Vereine und sonstige Nutzer wurden gebeten, ihre Vorstellungen von einer Halle mitzuteilen. Eine Liste, die um einiges länger war als die der Minimalanforderungen, legte die WUW am Mittwoch vor. Ihre Vorstellung: Die Handlungsempfehlungen, die sich erst einen Tag vor der Sitzung aus Gesprächen mit den Sportvereinen ergeben hatten, sollten als Grundlage für das weitere Vorgehen dienen. Einige Ergänzungen zum Planungsauftrag trug Florian Rietzrau (WUW) vor. War bislang die Überlegung, die alte Halle abzureißen und die neue an alter Stelle zu bauen, forderte die WUW aufgrund ihrer Befragung den Erhalt der jetzigen Halle. Ein Ersatzbau nach Abriss der jetzigen Halle werde nicht funktionieren. Die Aktivitäten des RSV könnten durch andere Sportvereine nicht aufgefangen werden. Ganz zu schweigen vom schulischen Aspekt. Die Kinder könnten und sollten für die Dauer der Bauzeit der Halle nicht ein Jahr oder länger auf den Sportunterricht verzichten müssen. Und noch einen Vorteil sieht die WUW darin, die alte Halle stehen zu lassen: eine Aufwertung von der Sportanlage zur Multifunktionsarena. So soll die Halle nicht nur tauglich sein für Handball als Wettkampfsport im Punktspielbetrieb, sondern es soll auch eine Tribüne errichtet werden. Es müssen mindestens sechs Umkleiden vorgehalten werden können, und es soll ein flächenelastischer Hallenboden verwendet werden. Es hatte etwas von „Wünsch dir was“ für die Ausschussvorsitzende Marianne Unger (SPD), die relativierte, was Hans-Peter Thomsen (WUW) aus Zuschauerreihen zuvor zur Diskussion beigetragen hatte: Es sollte berücksichtigt werden, was die Sportvereine und die Schulen gerne hätten, „mit den Mitteln, die wir zur Verfügung haben“. Marianne Unger: „Wir haben gar keine Mittel zur Verfügung“, machte sie deutlich, dass 20000 Euro nur für die Planung zur Verfügung stehen. Ihre Prioritäten machte sie klar: Schule und Kita stehen für sie im Vordergrund, zumal Sport für die Schulkinder auch Unterrichtsfach sei. „Ich finde Sportvereine klasse und schätze das sehr. Aber zunächst einmal ist die Frage: Was braucht die Schule?“, so Marianne Unger.

Sollte die jetzige Halle bleiben, könnte die neue auf dem Trainingsplatz, südlich der jetzt bestehenden Halle, gebaut werden. Wichtig sei, dass der Planer wisse, wie groß die Halle werden soll, so Bürgermeister Jörg Weber (SPD). Deshalb sei die Frage, eine Tribüne ja oder nein, auch elementar. Nach reiflicher Diskussion war die Planung angeschoben. Einstimmig kamen die Ausschussmitglieder überein, eine Zweifeldhalle zu wollen, die über eine Tribüne/mobile Tribüne verfügt und für den Punktspielbetrieb geeignet ist.

Die jetzige Halle sollte möglichst lange nutzbar bleiben. Entscheidende Voraussetzungen für die Planung, damit die Kosten ermittelt werden können und dann auch die Frage beantwortet werden kann, ob es Fördermittel gibt. Ist ein Planer gefunden, soll es Gespräche mit den Vereinen, Schulen und sonstigen Nutzern der Halle geben.

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