Die Wanderer beim Start
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Um 12.12 Uhr starteten die beiden größten Gruppen gemeinsam, um entweder die 27,5 Kilometer lange Distanz zu meistern oder gar 55 Kilometer zurückzulegen.

Fast jeder zweite Teilnehmer kostümiert

Halloween-Marsch zum Meer auf Fehmarn

  • Reinhard Gamon
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Über 300 Teilnehmer waren auf Fehmarn beim zweiten Halloween-Marsch zum Meer dabei. Fast jeder zweite Teilnehmer war kostümiert.

  • Gewandert wurde auf vier Strecken.
  • Start und Ziel war jeweils der Campingplatz am Klausdorfer Strand.
  • Startgelder zum Teil für krebskranke Kinder.

Fehmarn – Das zweite Mal in Folge reisten Wanderfreunde auf die Insel Fehmarn, um hier beim sogenannten Marsch zum Meer Seeluft pur zu genießen. Über 300 Teilnehmer waren in diesem Jahr dabei. Und weil Halloween zeitlich so nah war, verkleideten sich viele Starter zum Teil als skurrile Gruselgestalten. Von Hexen, Vogelscheuchen bis zu Gespenstern war alles dabei. Veranstalter Oliver Zunk freute sich: „Im letzten Jahr hatten sich rund 25 Prozent der Teilnehmer halloweenmäßig verkleidet, dieses Jahr machte fast jeder Zweite mit.“ 

Gegenüber den üblichen Halloween-Gepflogenheiten, nämlich Süßes oder Saures einzufordern, zeigten sich die Kostümierten spendabel, denn so manche schaurige Figur hatte selbst Süßigkeiten dabei und verschenkte diese an Kinder, die sie auf ihrer Wanderung auf Fehmarn antrafen.

Seht zu, rechtzeitig wieder durchs Ziel zu kommen, für abends 21 Uhr ist eine Regenfront angesagt

Veranstalter Oliver Zunk

Gewandert wurde übrigens auf insgesamt vier Strecken. Start und Ziel war jeweils auf dem Campingplatz am Klausdorfer Strand. Die erste Gruppe von 40 Personen startete am Sonnabend pünktlich um 9.09 Uhr. Sie wollte eine Tour über exakt 70 Kilometer zurücklegen. Zwei weitere Gruppen machten sich um 12.12 Uhr auf über 27,5 sowie über 55 Kilometer. Besonders den Teilnehmern dieser längeren Strecke rief Oliver Zunk zu: „Seht zu, rechtzeitig wieder durchs Ziel zu kommen, für abends 21 Uhr ist eine Regenfront angesagt.“

Die vierte und letzte Gruppe (Familiengruppe mit Kindern) legte los um 15.15 Uhr über eine Strecke von insgesamt elf Kilometern. Übrigens, es wurde gegen den Uhrzeigersinn marschiert. Da entlang der Wegstrecken zahlreiche Verpflegungsstände aufgebaut waren, brauchte keiner der Wanderer über Hunger oder Durst zu klagen.

Vermehrt waren Gruppen am Start

Unter den Teilnehmern waren in diesem Jahr vermehrt Gruppen. Zu ihnen zählten auch 18 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die derzeit auf der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg eingeschrieben sind. Ausnahmslos handelt es sich um Offiziere und Offiziersanwärter. Auch Gruppen privater Betriebe und eine Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Schacht-Audorf waren dabei.

Nach der Rückkehr der fußmüden Wanderer wurden die fünf attraktivsten Kostüme von einer Jury ausgesucht und prämiert. Über diese besondere Auszeichnung konnten sich drei Erwachsene sowie zwei Kinder freuen.

„Ein Teil der erhobenen Startgelder des Events wird krebskranken Kindern zugutekommen“, sagt Oliver Zunk. Damit kann der Verein Doppelpass krebskranken Kindern so manchen Herzenswunsch erfüllen. 

Einen weiteren Marsch zum Meer wird es auch im nächsten Jahr geben. Dann werden sich die fröhlichen Wanderer erneut auf Fehmarn treffen, um in Halloween-Verkleidung über die Insel zu marschieren.

Die Zusammenarbeit und die Koordination war wieder einmalig gut

Veranstalter Oliver Zunk

Ein dickes Lob richtet Oliver Zunk an die Ordnungsbehörde der Stadt Fehmarn sowie der örtlichen Polizei. „Die Zusammenarbeit und die Koordination war wieder einmalig gut“, sagte er. Außerdem bedankt sich das rund 30-köpfige Veranstaltungsteam bei der Inhaberfamilie des Campingplatzes Klausdorfer Strand um Jörn Henning Kohlhoff für die herzliche Aufnahme.

In diesem Jahr organisierten Oliver Zunk und sein Team sieben Veranstaltungen dieser Art. Davon waren fünf Open-Air-Events sowie zwei virtuelle Veranstaltungen. Aufgrund der Pandemie hätten jedoch mehrere Termine gecancelt werden müssen, bedauert Zunk. 

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