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Über 250 Wanderfreunde trafen sich an Halloween auf Fehmarn, um die Insel fußläufig näher kennenzulernen.

„Marsch zum Meer“: 250 Teilnehmer erkundeten, teils kostümiert, auf drei Strecken die Insel

An Halloween auf Wanderschaft

Fehmarn – Von Reinhard Gamon 250 Wanderfreunde, unter ihnen gar furchteinflößende und gruselige Gestalten, machten sich am Sonnabend vom Campingplatz Klausdorf auf, die Insel zu erkunden. Auf Schusters Rappen, wie es sich beim Wanderevent „Marsch zum Meer“ gehört.

  • Drei Stecken wurden angeboten
  • Acht Bewohner von Fehmarn dabei
  • Teilnehmen und Spaß haben

Auf drei angebotenen Strecken lernten sie die Insel besser kennen – wenn sie sie nicht schon kannten. Denn unter den Teilnehmern, die größtenteils aus dem nördlichsten Bundesland angereist waren, befanden sich auch acht Bewohner des Ostsee-Eilands, die sich diese Veranstaltung auf ihrer Insel nicht entgehen lassen wollten. Nicht alle Teilnehmer, aber viele, hatten sich „halloweenfein“ gemacht, und so traf man auf den Strecken immer wieder grausige und schaurige, ja gar sonderbare Vögel, die sich aber als ganz handzahm und freundlich herausstellen sollten. Die Wanderung auf Fehmarn war ein Halloween- Special. Das ließen sich viele Teilnehmer nicht zweimal sagen und waren in Kostümen angetreten. Gewandert wurde auf der mit 55 Kilometern längsten Rundstrecke, der „Heldenrunde“ (von Klausdorf über Puttgarden, Westermarkelsdorf, Orth und Landkirchen zurück zum Campingplatz Klausdorf), der 28 Kilometer langen „Rebellenrunde“ von Klausdorf, Marienleuchte und Todendorf zum Campingplatz Klausdorf und auf der 10,8 Kilometer langen „Familienrunde“ von Klausdorf nach Presen, Bannesdorf zurück nach Klausdorf zum Campingplatz. Auf den Strecken boten sechs Verpflegungsstände Erfrischungsgetränke und kleine Überraschungen an.

Wer sich verkleidete hatte doppelt Spaß. Die fünf einfallsreichsten Kostüme und Gesamtoutfits wurden mit Pokalen belohnt. Jeder Teilnehmer, der das Ziel, den Campingplatz Klausdorf, wieder erreichte, erhielt zudem eine Urkunde und eine Medaille. Das Event fand aber nicht unter wettbewerbsmäßigen Bedingungen statt. „Teilnehmen und Spaß haben, darum geht es hier“, sagte Veranstalter und Hauptinitiator Oliver Zunk, der zusammen mit dreißig ehrenamtlichen Helfern für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgte. „Wir hatten vier Monate Vorbereitungszeit, wussten dennoch nicht, ob wegen Corona und all den vielen Einschränkungen die geplante Veranstaltung überhaupt stattfinden konnte.“ Zunk bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt Fehmarn und der örtlichen Polizei sowie der guten kooperativen Zusammenarbeit mit dem und Unterstützung des Tourismus-Service Fehmarn (TSF) und des Campingplatzes Klausdorf. „Diese Freiluftveranstaltungen sollen der Gesundheit und der Gesundheitserhaltung förderlich sein“, sagte der Physiotherapeut Oliver Zunk aus Schacht-Audorf, der seit vielen Jahren ein Physiotherapiestudio führt. „Gerade jetzt in der schweren Zeit durch die aktuelle Pandemie ist es wichtig, dass wir mit diesen Events den Menschen ein wenig Lebensqualität geben und auch gleichzeitig Zuversicht vermitteln können“, so Zunk. Positiv schaut er in die Zukunft und hofft, dass die Pandemie bald eingedämmt beziehungsweise bewältigt sein wird und dass die fürs nächste Jahr geplanten fünf weiteren Veranstaltungen, wieder unter dem Motto „Marsch zum Meer“, ohne Probleme stattfinden können. Für das letzte Oktoberwochenende im nächsten Jahr ist wieder eine Wanderveranstaltung auf Fehmarn geplant (am 30. Oktober). Auch wird es voraussichtlich ein neues Wanderevent unter dem Motto „Vikingmarsch – The Adventure Walk“ geben. Bei der Anmeldung zu den Wanderevents werden Startgelder erhoben. Erlöse daraus kommen krebskranken Kindern zugute. Das Team vom Verein „Doppelpass“ in Nortorf setzt die Gelder dafür ein, krebskranken Kindern besondere Wünsche zu erfüllen. Beim Start der Wanderer wünschte Oliver Zunk allen Teilnehmern viel Spaß und erinnerte sie an die erforderliche Abstandsregelung während des Marsches. Beim Erreichen des Ziels stand auf einem großen Banner „Herzlichen Glückwunsch – du hast es gerockt“. Dieses Outdoor-Event war die letzte Veranstaltung vor dem Teil-Lockdown, der heute bekanntlich bundesweit in Kraft tritt.

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