Strandkörbe am Südstrand von Ostseefluten bedroht – Campingplatz Wulfen unter Wasser

Herbststurm wütete auf Fehmarn

Fieberhaft waren die Strandkorbvermieter damit beschäftigt, ihr Eigentum vor den Fluten zu retten. Fotos: Peter Löbenbrück (2) / Thomas Nyfeler (3)

Von Peter Löbenbrück FEHMARN • Der erste Herbststurm forderte die Einsatzkräfte in Ostholstein, die sich um umgestürzte Bäume, abgerissene Äste und einige kleine Boote, die sich losgerissen hatten, kümmern mussten. Auf Fehmarn gab es zwei Brennpunkte: Die aufgepeitschte Ostsee flutete den Südstrand und Teile des Camping- und Ferienparks Wulfener Hals.

Mit acht bis neun Beaufort fegte der Nordostwind am Freitag über die Region. Dadurch stieg der Pegel der Ostsee an der ostholsteinischen Küste auf 1,20 Meter über Normalnull. Die Fehmarnsund-Brücke war seit Donnerstag (23:26 Uhr) für leere Lkw und Pkw-Gespanne gesperrt, ist mittlerweile aber wieder frei.

Teilweise bis zur Düne liefen die Wellen gestern am Burger Südstrand aus. Die meisten Strandkörbe standen also im Wasser, teilweise knietief. Seit den frühen Morgenstunden waren die Strandkorbvermieter fieberhaft damit beschäftigt, ihr Eigentum mit Radladern und Treckern aus dem Gefahrenbereich zu schaffen. „Etwa die Hälfte meiner Körbe ist kaputt. Einige Tausend Euro und Monate an Arbeit wird es brauchen, die wieder vermietbar zu machen“, gab Werner Ahrens Auskunft, der mit 250 Strandkörben am Südstrand vertreten war. Beschädigt wurden auch die Badestege, die überhaupt gar nicht mehr zu sehen waren, nur jene Teile, die abgerissen und an den Strand gespült wurden.

Auch in Wulfen trat die Ostsee über die Ufer. Hier schlugen die Wellen über den Strandwall, die beiden Plätze auf der Landzunge waren überflutet, Wohnwagen und Zelte standen im Wasser. Die Feuerwehren Landkirchen und Süderort sicherten den Wall mit Sandsäcken und konnten das Wasser von den Plätzen pumpen. Auch eine Pumpe des Camping- und Ferienparks war im Einsatz. Das Angebot von Geschäftsführer Volker Riechey an die betroffenen Gäste, auf einen anderen Platz auszuweichen, schlugen diese aber aus und blieben. „Die Situation war natürlich unangenehm, aber nicht katastrophal“, so Riechey.

Der Inselbauhof half am Südstrand und in Wulfen mit Gerät und Mitarbeitern aus.

Bis Redaktionsschluss flauten die Winde leicht ab, mittlerweile hat sich die Wetterlage beruhigt.

Mit Sandsäcken sicherte die Feuerwehr den Strandwall auf dem Wulfener Hals (oberes Bild), um die bereits überfluteten Plätze (unteres Bild) zu schützen.

„Land unter“ am Südstrand: Am schlimmsten war die Situation auf Höhe der „Strandburg“ (hinterer Bildbereich), da der Strand hier sehr schmal ist.

Trockenen Fußes kam man auf dem Wulfener Hals zeitweise nur mit entsprechender Technik voran.

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