Beide Pfarrstellen in St. Nikolai wieder besetzt / Dr. Susanne Platzhoff wird Ostermontag in ihr Amt eingeführt

Zum höchsten Fest eine neue Pastorin

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Neue Pastorin in Burg: Dr. Susanne Platzhoff, die am Ostermontag offiziell in ihr Amt eingeführt wird.

FEHMARN -hö- Die zweite Pfarrstelle in der Burger Kirchengemeinde St. Nikolai ist nach dem Weggang von Pastor Michael Franke und einer rund zehnmonatigen Vakanz wieder besetzt. Am 1. April hat Pastorin Dr. Susanne Platzhoff ihre Tätigkeit aufgenommen. Das Mobiliar im Pastorat hat noch einen überschaubaren Umfang, die Arbeit, die es gerade um Ostern herum zu bewältigen gilt, keineswegs.

Für die neue Burger Pastorin hält das diesjährige Osterfest noch eine ganz besondere Note bereit, denn am Ostermontag (17. April) wird sie im Rahmen eines um 17 Uhr stattfindenden Gottesdienstes durch Propst Dr. Dirk Süssenbach in ihr Amt offiziell eingeführt.

Eine Frau mit norddeutschen Wurzeln

„Es ist eine Stelle, die ich gerne angenommen habe“, erzählt Susanne Platzhoff im Gespräch mit dem FT. Zuletzt hat sie ihr zweieinhalbjähriges Vikariat bei der Bernogemeinde in Schwerin abgeleistet. In der Nähe von Wismar geboren, sind ihre norddeutschen Wurzeln unverkennbar, wenngleich sie schon einen wesentlichen Unterschied zwischen Fehmarn und Mecklenburg-Vorpommern festgestellt hat: die Verwurzelung des christlichen Glaubens in der Gesellschaft. Historisch bedingt spielte Kirche in der ehemaligen DDR nur eine untergeordnete Rolle. Ganz anders im Elternhaus der jungen Pastorin. Wenngleich sich der Wunsch, Pastorin zu werden, erst im Laufe ihres Studiums herauskristallisiert habe, berichtet Susanne Platzhoff, die in Dresden, Heidelberg und Halle Soziologie, Philosophie und Theologie studiert hat. Nach Beendigung ihres Studiums ging sie nicht sofort in die Praxis, sondern wandte sich der Wissenschaft zu als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrstuhls Praktische Theologie in Leipzig. In ihren wissenschaftlichen Untersuchungen spielte die Bedeutung der Osterpredigten eine besondere Rolle. So hätte auch der Termin für ihren Einführungsgottesdienst kaum besser getimt werden können: Im Rahmen des höchsten christlichen Festes, mit dem sie sich an der Uni umfassend beschäftigt hat.

Einen Glücksgriff getan

In den knapp zwei Wochen, in denen Susanne Platzhoff jetzt auf Fehmarn ist, war kaum Zeit, sich schon einzuleben. Sie hat aber von Anfang an festgestellt, willkommen zu sein. So habe sie von mehreren netten Menschen Brot und Salz ebenso erhalten wie Blumen. „Die Leute freuen sich und zeigen es. Ich glaube, ich habe einen Glücksgriff getan“, sieht die neue Pastorin ihrer Aufgabe auf Fehmarn mit großer Zuversicht entgegen, ebenso der Zusammenarbeit mit ihrer Kollegin Barbara Häußler. In der Praxis wird sich diese bereits am Ostersonntag (16. April) zeigen, wenn beide gemeinsam um 10 Uhr durch den Familiengottesdienst führen. Der Familiengottesdienst sei eine Premiere, „ein Experiment“, so eine erwartungsfrohe Susanne Platzhoff, die sich erhofft, dass „ganz viele Kinder mit ihren Eltern“ kommen.

Über den Zuschnitt der jeweiligen Arbeitsbereiche haben die beiden Pastorinnen noch keine Entscheidung getroffen. „Wir haben uns 100 Tage gegeben, dann wollen wir entscheiden.“ Im Vergleich zu ihrer Vikariatsstelle in Schwerin ist für Susanne Platzhoff besonders auffällig die hohe Zahl der Amtshandlungen, unter die Trauungen und Beisetzungen fallen. So habe sie jetzt schon mehr Anmeldungen zu Trauungen als in den gesamten zweieinhalb Jahren in Schwerin

Dem nahenden Osterfest und den Predigten in den Gottesdiensten zum höchsten christlichen Fest im Kirchenjahr blickt Susanne Platzhoff mit großer Freude entgegen. Gerade ihr dürfte es nicht schwerfallen, zu Ostern die richtigen Worte zu finden, die sie an ihre neue Gemeinde richten wird

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