Müllfahrzeug und gebrauchter Radlader für TSF-Bauhof

TSF hofft auf Nachschlag bei Landesförderung

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Der Neubau der Promenade hat erkennbar Fortschritte gemacht. Im Zentrum der Hafenvorplatz mit neuer Slipanlage.

FEHMARN - hö - Der Neubau der Binnenseepromenade in Burgtiefe kommt gut voran. Bleibt der Winter mild, sodass die Bauarbeiten ohne große Verzögerungen weitergeführt werden können, rechnet Tourismusdirektor Oliver Behncke damit, dass die Tiefbauarbeiten bis Ende 2019 abgeschlossen werden, die Hochbauarbeiten aber erst 2020.

Waren der Tourismus-Service Fehmarn (TSF) und die Planer zunächst davon ausgegangen, das Projekt für rund zehn Millionen Euro zu realisieren, werden nun 12,7 Millionen Euro benötigt, um den Neubau umsetzen zu können (wir berichteten). Die rasant gestiegenen Baupreise schlagen voll durch. Beim zuständigen Wirtschaftsministerium in Kiel hat der TSF nun einen Ergänzungsantrag eingereicht, um auch mit den zusätzlichen Projektkosten in die Förderung zu kommen. „Wir erhoffen uns einen Nachschlag“, so Behncke in der Sitzung des Tourismusausschusses.

Für das neue Jahr noch nicht angefasst wurde die Höhe der Kurabgabe. Sie beträgt auch 2019 zwei Euro täglich in der Haupt- und ein Euro in der Nebensaison. Oliver Behncke ließ aber schon einmal durchblicken, dass in den nächsten Jahren die Abschreibungen auf die jüngsten Investitionen durchschlagen und sich auf die Höhe der Kurabgabe niederschlagen werden. Derzeit liegt Fehmarn mit der Kurabgabe laut Behncke im „unteren Viertel in Schleswig-Holstein“.

Neben dem Neubau der Binnenseepromenade hat der TSF weitere Investitionen geplant. Größter Posten mit 460000 Euro ist die komplette Erneuerung der landseitigen Stromversorgung für den Jachthafen. Für 80000 Euro soll ein gebrauchter Radlader für die Seegrasentsorgung angeschafft werden. Das jetzige Fahrzeug ist abgängig. 190000 Euro sind zudem für die Errichtung eines WC-Gebäudes in Katharinenhof vorgesehen, mit 180000 Euro schlägt die Erneuerung der Stege am Südstrand zu Buche. Die eigentlich für den Kauf von zwei mobilen DLRG-Wachtürmen eingeplanten 70000 Euro will der TSF nun dafür nutzen, um ein kleines Müllfahrzeug zu kaufen, mit dem eine maschinelle Tonnenleerung möglich ist. Es sei den Mitarbeitern einfach nicht mehr zuzumuten, die Müllsäcke per Hand auszuleeren, teilte der stellvertretende Tourismusdirektor Volker Aermes mit und verwies auf Hinterlassenschaften aus Chemietoiletten von Wohnmobilen oder Angelhaken. Die DLRG-Wachtürme sind vorgesehen für den Grünen Brink und den Südstrand. Die Nachfrage von Telse Voderberg (FWV), ob die Sicherheit auch ohne die Türme gewährleistet sei, beantwortete Oliver Behncke mit Ja. Für die Ergänzung der DLRG-Ausstattung in 2019 sind zudem weitere 21000 Euro vorgesehen, berichtete Behncke. Der Ausschuss hat dem Wirtschaftsplan mit 10:1 zugestimmt.

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