Acht Streitschlichter an der Grund- und Hauptschule geben Mitschülern Tipps, Konflikte zu lösen

Bei ihnen ist guter Rat nicht teuer

Das sind die acht Streitschlichter der Burger Grund- und Hauptschule, die für Konflikte ihrer Mitschüler ein offenes Ohr haben: Denis Finstel, Yvonne Mohr, Julia Bode, Jan Wohler, Stefanie Eichstedt, Henrik Schwarck, Sandy und Denise Wiese.

BURG (nic) • Guter Rat ist nicht teuer, sagt ein Sprichwort. Stimmt. Im Idealfall kostet er gar nichts und hat sogar noch deeskalierende Wirkung, wenn er von ihnen kommt: Denise und Sandy Wiese, Henrik Schwarck, Stefanie Eichstedt, Jan Wohler, Julia Bode, Yvonne Mohr und Denis Finstel. Sie sind die acht Streitschlichter, die seit Anfang des Jahres an der Burger Grund- und Hauptschule tätig sind.

Beim Spielen ausgegrenzt worden? Beleidigt worden auf dem Schulhof? Der Schüleralltag ist nicht frei von Konflikten. Mit einem „offenen Ohr“ reagieren die acht Schlichter auf die Problemchen und Probleme aller Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 7.

Anregung für Problemlösung

Bei ihren Ratschlägen, die sie erteilen, greifen die Konfliktlotsen aus den Klassen 7 und 8 stellenweise in ihre eigene Erfahrungskiste. War ich bereits in dieser Situation? Wie habe ich mich da verhalten? Die Streitschlichter, die eine umfassende Ausbildung durchliefen, haben meist einen guten Tipp parat, greifen jedoch nicht aktiv ins Geschehen ein. Vielmehr geben sie ihrem Gegenüber Anregung, selbst eine Lösung für das Problem zu finden. Bislang hat’s funktioniert. Das ist wohl nicht zuletzt der „Schule“ zuzuschreiben, die die Schülerinnen und Schüler durchliefen. In zahlreichen Übungsstunden lernten sie, wie sie jüngere Schüler bei der Bewältigung kleinerer Konflikte unterstützen können.

Die Lehrerinnen Anne Schwensen und Christa Rehahn, die selbst entsprechende Ausbildung absolvierten, gaben ihr Wissen an die acht Schülerinnen und Schüler weiter, die als Konfliktlotsen im Einsatz sind.

Ein umfassendes Gesprächs-training war Bestandteil der Schulung, die sich über ein Jahr erstreckte. Rollenspiele machten ein Großteil der Unterrichtseinheiten aus. Die Schüler haben ihr „Klassenziel“ erreicht.

„Oberstes Ziel bei den Streitgesprächen ist die Einhaltung von Gesprächsregeln wie einander aussprechen lassen und dem Konfliktpartner zuhören. Ein Mediationsgespräch ist gelungen, wenn beide Konfliktparteien mit einem positiven Gefühl das Gespräch beenden können“, so Anne Schwensen und Christa Rehahn.

Erste Erfolge haben sich bereits eingestellt: Schüler äußerten sich positiv, nachdem sie bei den Konfliktlotsen waren. Sie wurden mit ihren Problemen ernst genommen, ihnen hörte jemand zu, gab einen Rat. Finanziell wurde die Ausbildung vom Schulverein der Grund- und Hauptschule unterstützt, der teilweise die Verpflegungskosten während der Ausbildung übernommen hatte.

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