Mitarbeiterin zieht den Covid-19-Impfstoff auf
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Wie steht es um die Impfbereitschaft in Kreis Ostholstein?

Über 54000 Ostholsteiner in den Impfzentren geimpft

In Ostholstein von Impfmüdigkeit scheinbar keine Spur

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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UPDATE: Impfzentrum Eutin öffnet Montag erst 13 Uhr, Dienstag geschlossen.

  • Nur wenige nicht abgesagte Impftermine.
  • Impfzentren in Ostholstein gut ausgelastet?
  • Johnson & Johnson wird weiter ohne Termin verimpft – weitere Anreize soll es nicht geben.

Eutin – UPDATE: Die Kreisverwaltung hat heute Morgen (11. Juli) bekannt gegeben, dass das Impfzentrum in Eutin am morgigen Montag erst um 13 Uhr öffnet und am Dienstag geschlossen bleibt. „In diesen Zeiträumen gebuchte Impftermine wurden verschoben“, so Kreissprecherin Annika Sommerfeld.

Stotterte der Impfmotor zunächst wegen des fehlenden Corona-Impfstoffes, hat sich das Blatt längst gewendet. Impfmüdigkeit tritt hier und da zutage, das Phänomen der nicht abgesagten Termine macht bundesweit die Runde. Wie sieht es in Ostholstein aus?

Augenscheinlich ganz gut. „Zum Teil werden vereinbarte Impftermine nicht wahrgenommen“, sagt Kreissprecherin Annika Sommerfeld auf Nachfrage, jedoch sei die Zahl „nicht sehr hoch“. Verfällt Impfstoff dadurch? Ein klares Nein, der Kreissprecherin, „da am späteren Nachmittag immer nur die Spritzen aufgezogen werden, die auch tagesaktuell verimpft werden“. Gegebenenfalls rufe man die Personen von einer Nachrückerliste an.

5600 Impfungen in der kommenden Woche

Auch die drei Impfzentren des Kreises scheinen weiterhin gut ausgelastet zu sein, hat sich die Zahl der Impfungen im Vergleich zu Anfang Juni kaum geändert. In Eutin und Bad Schwartau finden zwischen 300 und 400 Impfungen am Tag statt, in Lensahn sind es ungefähr 160. Bis zum Ende der Woche wurden seit Impfbeginn an den drei Standorten mehr als 54000 Personen geimpft, davon mehr als 41000 bereits vollständig. Für die kommende Woche sind 5600 Impfungen geplant.

Schneller Termin für Erstimpfung in der kommenden Woche möglich

Dennoch wies heute am frühen Abend (9. Juli) das Gesundheitsministerium darauf hin, dass in einigen der 28 Impfzentren des Landes eine schnellere Terminzuweisung erfolgen kann – darunter auch Eutin. Dazu der Hinweis, sich auf impfen-sh.de zu registrieren, um bereits in der kommenden Woche einen Termin für eine Erstimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (Moderna oder Biontech) zu erhalten.

Die Zentren schließen – was kommt danach?

Wie geht es mit den Impfzentren weiter? Die Ankündigung des Landes, die Zentren bis zum 30. September definitiv zu schließen, sei weiterhin aktuell, so Sommerfeld und ergänzt: „Das zuständige Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren stellt zurzeit Überlegungen an, in welcher Form die Impfungen über den 30. September hinaus organisiert werden sollen.“

Wie sieht es mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson aus? 25000 Dosen hatte das Land vor knapp zwei Wochen an die Impfzentren verteilt, die diese ohne Terminvergabe verimpfen dürfen. „Wir haben rund 700 Dosen verimpft und noch einen Bestand, der für die nächsten Wochen ausreichen wird, sodass keine Impfwillige und kein Impfwilliger abgewiesen wird“, sagt Sommerfeld, ohne zu sagen, wie viele Impfdosen aus Kiel denn für Ostholstein zur Verfügung stehen.

Kreis plant keinere weiteren Anreize fürs Impfen

Um der Impfbereitschaft unter die Arme zu greifen, gibt es verstärkt die Forderung, Anreize für die Bürger zu setzen, die nicht in eine Arztpraxis oder ein Impfzentrum wollen, beispielsweise mit mobilen Impfteams die Menschen quasi zu Hause abholen wie heute in Oldenburg beim DRK. Gibt es diesbezüglich Bestrebungen beim Kreis in Eutin? „Wir haben in den drei Impfzentren in Bad Schwartau, Eutin und Lensahn im Zusammenhang mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson bereits ein sehr niederschwelliges Angebot geschaffen“, sagt Kreissprecherin Annika Sommerfeld.

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