Martin Boesmann steht am Eingang des Impfzentrums in Lensahn
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Hat die Mütze auf: Martin Boesmann vom Kreis Ostholstein ist verantwortlich für die drei Impfzentren in Ostholstein. Hier steht er am Eingang in Lensahn.

Impfzentren im Kreis einsatzbereit / Bis 900 Personen pro Tag möglich

„Wir sind bereit“

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Im Kreis wurden in Bad Schwartau, in Eutin und in Lensahn Impfzentren gegen Corona eingerichtet. Im Laufe des Januars soll es mit dem Impfungen in Ostholstein losgehen.

  • Impfstoff wird nicht vor Ort gelagert.
  • 300 Personen pro Tag sollen in einem Impfzentrum geimpft werden.
  • Zwei Ärzte pro Impfzentrum sind vor Ort.

Lensahn – Noch in diesem Jahr könnten in Deutschland die ersten Menschen eine Corona-Impfung erhalten. Bis zu 13 Millionen Dosen stehen laut Bundesgesundheitsminister bis Ende März zur Verfügung. Wann die ersten Personen in den drei Impfzentren in Bad Schwartau, in Eutin und in Lensahn – dort in der Eutiner Straße 56, auf dem Gelände des Kreis-Jugendhilfehauses – geimpft werden, ist noch offen.

Wir haben dann quasi alles andere stehen und liegen lassen.

Martin Boesmann
Alles vorbereitet: Unter anderem zwei Impfräume stehen in Lensahn zur Verfügung.

„Die Räumlichkeiten sind fertig, das Personal steht zur Verfügung. Wir sind bereit“, sagt Martin Boesmann, der für die drei Impfzentren in Ostholstein verantwortlich ist und sich noch gut erinnern kann an den 4. November, als es plötzlich hieß: Bis zum 15. Dezember müssen die Voraussetzungen für den Start der Impfungen geschaffen werden. „Wir haben dann quasi alles andere stehen und liegen lassen“, so Boesmann, der in der Ermittlungsgruppe Schwarzarbeit tätig ist, aber in Doppelfunktion auch zum Katastrophenführungsstab des Kreises gehört.

Was noch fehlt, ist der Impfstoff, der übrigens nicht vor Ort gelagert, sondern täglich vom THW stark gekühlt angeliefert wird, um dann lediglich in einem handelsüblichen Kühlschrank auf einen unmittelbaren Einsatz zu warten. Der 53-Jährige schätzt, dass es im Laufe des Januars in den Zentren losgeht. Dann sollen von 8 bis 18 Uhr täglich, wenn ausreichend Impfstoff da ist, 300 Personen pro Tag geimpft werden, über zwei Impflinien à 15 Personen pro Stunde. In allen drei Einrichtungen ist dies identisch. Die Kosten der Impfzentren teilen sich Bund und Länder.

Impfzentrum Eutiner Straße 56, kurz hinter dem Ortsausgang Richtung Lensahnerhof auf der rechten Seite.

In Lensahn und Eutin ist das DRK aktiv, am Standort in Bad Schwartau die Johanniter. Je Standort gibt es zwei Ärzte, gestellt von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Eingang und Ausgang sind barrierefrei. Parkplätze stehen zur Verfügung und der ÖPNV hält im Stundentakt vor der Tür – von Burg über Großenbrode und Heiligenhafen bis Oldenburg (Linie 5811) und dann bis in die Eutiner Straße mit der Linie 5508.

Impfung nur mit vorheriger Anmeldung

Die Anmeldung muss auf eigene Initiative erfolgen: entweder unter der Telefonnummer 116117 der KV oder über eine Online-Plattform des Landes.

Boesmann schildert den Ablauf des Einbahnstraßensystems vor Ort, den er als „permanentes durchschleusen“ bezeichnet, um den langen Gang, von dem die Räume abgehen, möglichst frei zu halten: Am Eingang prüft die Bundeswehr, ob die Person ins Gebäude darf, also einen Termin hat. Dann geht es zur Anmeldung, wenn die besetzt ist, gibt es einen Warteraum. Danach wird der Anamnesebogen ausgefüllt, ein Vorgespräch mit einem Arzt folgt. Anschließend wird geimpft, gefolgt von einer rund 30-minütigen Beobachtungszeit, wie es auch bei anderen Impfungen üblich ist.

Letzter Schritt: Im Abmeldezimmer werden Daten für das Robert-Koch-Institut erfasst für die Auswertung, wer sich aus der Bevölkerung hat impfen lassen.

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