Die Kameraden der Burger Wehr hievten ihre Gerätschaften wieder an Land, nachdem sie mit der leckgeschlagenen „Inge-Lore“ den Hafen erreicht hatten.  Foto: Zielke

Burger Kameraden lenzten Kutter auf See – Menschen kamen nicht zu Schaden

„Inge-Lore“ im Eis leckgeschlagen

BURGSTAAKEN (do) • Der Burgstaakener Kutter „Inge-Lore“ war vor der Küste Fehmarns leckgeschlagen und musste in einer spektakulären Aktion in den Hafen gebracht werden. Eine merkwürdige Prozession gab es Freitag im Burgstaakener Hafen zu sehen: Vorneweg fuhr die „Bleibtreu“ aus Heiligenhafen, die sozusagen als Eisbrecher fungierte. Sie lief als Erste in den Hafen ein, wo sie bereits von Schaulustigen erwartet wurde.

• Kutter mit • Wassereinbruch • gemeldet

Das Schiff sollte für die beiden nachfolgenden Kutter „Inge-Lore“ und „Stefanie“ den Weg frei machen und die Eisschollen zur Seite drängen. „Inge-Lore“ war auf See leckgeschlagen, „vermutlich an einer Eisscholle“, sagte Friedrich Rathjen von der Freiwilligen Feuerwehr Burg. Um 8.45 Uhr sei der Wasserschutzpolizei Puttgarden südlich von Staberhuk ein Kutter mit einem Wassereinbruch gemeldet worden, geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Die Besatzung der „J. T. Essberger“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatte den 16 Meter langen Kutter stabilisiert und begonnen, mit ihren Pumpen das eingedrungene Wasser zu entfernen. Dabei wurde die „Inge-Lore“ bereits in Richtung Burgstaaken geschleppt. Gegen 10 Uhr rief die Besatzung der „Essberger“ die Kameraden der Burger Wehr zu Hilfe.

Die fünf Feuerwehrmänner, die mit zwei Fahrzeugen in den Hafen gekommen waren, brachen kurz darauf an Bord des Kutters „Stefanie“ auf, um mit Pumpen und einem Notstromaggregat die „Inge-Lore“ aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die „Essberger“ transportierte das Gerät der Feuerwehr mit ihrem Ladekran von der „Stefanie“ auf den leckgeschlagenen Fischkutter.

• Taucher • brachten • Planken an

Das ins Schiff eingedrungene Wasser wurde weitgehend entfernt und der Kutter schaffte es aus eigener Kraft in den Hafen in Burgstaaken, wo er mit dem dortigen Kran weiter stabilisiert wurde. Berufstaucher aus Lübeck stiegen in die eisigen Fluten, um das Leck zu inspizieren und zu beheben. „Sie haben eine neue Beplankung angebracht“, sagte Friedrich Rathjen. Dies diene als Provisorium und soll den Kutter erst einmal dicht halten.

Laut der Pressemitteilung der Wasserschutzpolizei befand sich das Leck im Bugbereich auf der Steuerbordseite. Menschen kamen bei dem Zwischenfall nicht zu Schaden.

ft-online/lokales vom 30./31. Januar 2010

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