Fehmarn Großparkplatz Burgstaaken Asphaltieren
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Am Freitag der vergangenen Woche konnte auf dem Großparkplatz in Burgstaaken mit dem Asphaltieren der Fahrbahnen begonnen werden. Heute wird im Grünen Weg mit den Fräsarbeiten gestartet.

Inselbauhof Fehmarn muss Maßnahmen schieben: Baukosten steigen dramatisch

  • Andreas Höppner
    VonAndreas Höppner
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Aufgrund dramatisch gestiegener Baukosten muss der Inselbauhof Fehmarn ein paar Maßnahmen verschieben.

  • 15 Asphaltierungsmaßnahmen im Burger Stadtgebiet.
  • Beschwerden und Beschimpfungen aus dem Wohngebiet Reiterkoppel.
  • Innovative LED-Leuchten in Püttsee installiert.

Fehmarn – Eigentlich hätte die Sanierung des Grünen Weges bereits in der vergangenen Woche durchgeführt werden sollen, aufgrund der kalten Witterung mussten die Arbeiten aber verschoben werden – ein eher kleines Problem. Viel größere Sorgen bereiten Inselbauhofleiter Timo Jädke jedoch die explodierenden Kosten für Bau- und Logistikleistungen. Die Folge: Es können nicht mehr alle Maßnahmen, die für 2022 vorgesehen waren, durchgeführt werden.

Heute ab 7 Uhr beginnt im Grünen Weg mit den Fräsarbeiten aber erst einmal der zweite Anlauf. Am Gründonnerstag (14. April) will die ausführende Firma Asphaltmischwerk Eutin (AMW) die Maßnahme, die unter Vollsperrung durchgeführt wird, abgeschlossen haben.

1,3 Millionen Euro für Asphaltierungen

Die Stadt Fehmarn hat für ihr Stadtgebiet rund 15 Asphaltierungsmaßnahmen ausgeschrieben, für die AMW den Zuschlag erhalten hat. Die Arbeiten haben in der vergangenen Woche begonnen und sollen in den nächsten Tagen und Wochen weitergeführt werden. Hierbei geht es um das Abfräsen der alten Fahrbahn, um diese dann wieder mit Neuasphalt zu versehen. Nach Angaben von Bauhofchef Timo Jädke umfasst der Auftrag ein Volumen von insgesamt 1,3 Millionen Euro.

Trotz der ungünstigen Witterung konnten in der vergangenen Woche wenigstens die Fahrbahnen des Großparkplatzes in Burgstaaken neu asphaltiert werden. Nach dem Grünen Weg stehen mehrere kleinere Maßnahmen in verschiedenen Straßen in Burg auf dem Programm, aber auch die Kabunskoppel in Puttgarden hat die Stadt Fehmarn auf ihrer Liste. Laut Jädke informiert AMW die Anlieger vor Ort per Handzettel über den Ablaufplan der Maßnahme und mögliche Sperrungen.

Timo Jädke, Leiter des Inselbauhofes.

Aus dem Wohngebiet Reiterkoppel, das nur über den Grünen Weg angefahren werden kann, haben Jädke bereits einige Beschwerden und Beschimpfungen erreicht, dass ausgerechnet in den Ferien Bauarbeiten durchgeführt und Grundstücke per Pkw nicht angefahren werden könnten. Hier wirbt der Bauhofchef um Verständnis für die ausführenden Firmen, die einen engen Zeitplan hätten. Und hätte das Wetter mitgespielt, wäre die Maßnahme am Grünen Weg auch vor der Osterwoche fertig gewesen. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass das Asphaltmischwerk nach der Winterpause erst am 15. März wieder in Betrieb gegangen sei.

In Angriff genommen werden in Kürze zwei weitere Maßnahmen, für die fehmarnsche Firmen den Zuschlag erhalten haben. So steht die Pflasterung des Gehweges auf der Westseite der Mathildenstraße in Burg an. Im Zuge dessen ist auch eine Baumneuanpflanzung vorgesehen. Die Mathildenstraße wird während der Bauphase zur Einbahnstraße, wobei der von Süden kommende Verkehr über Kapellenweg und St.-Jürgen-Straße auf die Sahrensdorfer Straße geführt wird. Die Maßnahme mit einem Auftragsvolumen von 540000 Euro soll bis zum 30. Juni abgeschlossen sein. 

Ein weiterer Auftrag in Höhe von 800000 Euro ist an Fehmarn Tiefbau gegangen. Im Rahmen dieser Maßnahme sollen in der Klaus-
Groth-Straße in Burg beidseitig die Gehwege, die Parkstreifen sowie der Parkplatz nördlich der Montessorischule erneuert werden. Die Maßnahme in der Klaus-Groth-Straße soll bis zum 30. September beendet sein.

Preisaufschlag bis zu 65 Prozent

Zurück zu den immensen Preissteigerungen, die Timo Jädke und auch Marco Jahnke vom Inselbauhof die Sorgenfalten auf die Stirn treiben. So etwas habe es in den letzten zehn Jahren nicht gegeben, verursacht zunächst durch die Coronapandemie, jetzt noch verstärkt durch den Ukraine-Krieg, so Jädke. Im vergangenen Jahr bei den Ausschreibungen habe man bereits konservativ geplant und vorsorglich einen Aufschlag von 20 Prozent mit einberechnet, berichtet der Bauhofchef, doch mittlerweile sei man bei Preis-
aufschlägen von bis zu 65 Prozent gegenüber 2021. Die Folge: in 2022 geplante Vorhaben müssen gestrichen werden. Dem Rotstift zum Opfer fallen laut Jahnke beispielsweise in Neue Tiefe die Maßnahmen in der Bürgermeister-Fox-Straße und An der Möweninsel. Aber auch der Bereich Strandweg/Am Belt in Puttgarden muss geschoben werden.

Was laut Jädke auf jeden Fall auf der Agenda bleibt, ist die Erneuerung der Straße von Staberdorf zur Ferienresidenz Staberdorf. Das soll aber erst im Oktober gestartet werden. Die Erweiterung des häufig überfüllten Parkplatzes an der Marinestation in Staberdorf sei ebenfalls in Angriff genommen worden. In Richtung Süden ist die Errichtung einer zweiten Stellplatzreihe geplant. 

Im Normalbetrieb laufen sie nur mit ein Prozent ihrer Leistung.

Timo Jädke, Inselbauhofleiter

Weiter voran geht es auch mit der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf innovative LED-Leuchten. In Püttsee habe man sie bereits Anfang des Jahres installiert, berichtet Marco Jahnke, in Niendorf und Bannesdorf fehlten noch die Sensoren. Die LED-Leuchten werden nur heller, wenn sich Fahrzeuge, Fahrräder oder Fußgänger nähern. „Im Normalbetrieb laufen sie nur mit ein Prozent ihrer Leistung“, macht Timo Jädke ein hohes Maß an Einsparpotenzial deutlich.

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