Sana Kliniken bauen Interdisziplinäres Schmerzzentrum auf Fehmarn aus / Iblher wird Chef

Inselklinik wichtiger Standort

+
Chefarzt des Interdisziplinären Schmerzzentrums in Aktion: Dr. Peter Iblher versorgt das Knie einer Patientin mit einem Tapeverband.

Fehmarn – Von Simone Walper Das Interdisziplinäre Schmerzzentrum (ISZ) wurde 2016 neben der Notfallambulanz und den Abteilungen Innere Medizin und Chirurgie in der Inselklinik Fehmarn ins Leben gerufen. Von Anfang an maßgeblich beteiligt am Auf- und Ausbau der Abteilung war Privatdozent Dr. Peter Iblher, der täglich von Lübeck nach Fehmarn kommt, um mit seinem 20-köpfigen Team derzeit bis zu zwölf Patienten stationär zu betreuen. Und es sollen mehr werden. In naher Zukunft soll hier 16 Patienten gleichzeitig geholfen werden, die an chronischen Schmerzen vielfältigster Art leiden. Ein positives Signal für die Zukunft des Standortes.

Selbstverständlich werde auch das Personal aufgestockt, betonte Florian Glück, Geschäftsführer der Sana Kliniken Ostholstein im Pressegespräch anlässlich der Ernennung von Iblher zum Chefarzt der Abteilung und ergänzte: „Die interdisziplinäre, multimodale Schmerzmedizin ist ein wichtiger, eigenständiger Kernbereich der Medizin, welcher vielen Patienten mit chronischen Schmerzen zu mehr Lebensqualität verhilft. Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir Herrn Privatdozenten Dr. Iblher als Experten auf seinem Fachgebiet zum Chefarzt ernennen konnten.“

Begonnen habe man in der Schmerzklinik 2016 mit sechs Patienten, die für drei Wochen stationär aufgenommen und interdisziplinär behandelt wurden. Das heißt, die Patienten werden entsprechend ihres Krankheits- und Schmerzbildes nicht nur ärztlich betreut, sondern auch unter anderem von Schmerzphysiotherapeuten und Psychotherapeuten begleitet. „Wir entwickeln spezielle Therapieansätze und tauschen uns auf direktem Wege aus“, erläuterte Iblher das Konzept Ansatz. Auch habe man die Weiterbehandlung nach der Entlassung im Blick.

Allein in Deutschland gebe es mehrere Millionen Schmerzpatienten, die zum Beispiel nach operativen Eingriffen von Schmerzen geplagt würden oder denen vonseiten des Facharztes nicht langfristig geholfen werden könne, erklärte Chefarzt Iblher.

Da sich das Schmerzzentrum auf Fehmarn in den vergangenen drei Jahren überregional einen Namen gemacht hat, verwundert es nicht, dass die Patienten, die hier Hilfe suchen, nicht nur aus dem Norden kommen, sondern es sogar Patientenzuweisungen aus Nordhessen gibt.

Es gebe eine gute Vernetzung mit den niedergelassenen Ärzten, ließ Iblher denn auch wissen, und Geschäftsführer Glück ergänzte: „Die Nachfrage ist groß, und wir wollen auch die ambulante Versorgung stärken.“ So biete man zukünftig nicht nur auf Fehmarn, sondern auch an den Sana-Standorten Oldenburg und Eutin eine ambulante Sprechstunde für Schmerzpatienten an.

Für Fehmarn als Standort des Schmerzzentrums habe man sich entschieden, weil es auf der Insel viele Patienten gebe, die seit Jahren unter chronischen Schmerzen litten. Zudem sei die Arbeit mit den Patienten aufgrund der ruhigen und intimen Atmosphäre für alle angenehmer als in einer großen Klinik in der Stadt, resümierte Peter Iblher.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.