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Inselschule Fehmarn: Digital ist cool – Schule erreicht Ausstattungsziel

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Von: Andreas Höppner

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Fehmarn Inselschule Digitalisierung
Digital ist cool – das finden auch Lehrerin Jana Albert und der IT-Spezialist des Schulträgers, Michael Unger. © Hauke Jipp

Die Inselschule Fehmarn (ISF) hat ihr Ausstattungsziel hinsichtlich der Präsentationsflächen erreicht. 49 feste und zwei mobile Boards stehen nun zur Verfügung.

Fehmarn – In Bezug auf Nutzung digitaler Medien kann die Inselschule Fehmarn (ISF) nach den jetzt zu Ende gegangenen Herbstferien richtig durchstarten. Hinsichtlich der Präsentationsflächen habe die Schule ihr Ausstattungsziel erreicht, berichtet Lehrer Hauke Jipp, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit an der ISF. 49 feste und zwei mobile Boards zu je 86 Zoll stehen nun für den Lehrbetrieb zu Verfügung.

Zu Beginn des neuen Schuljahres waren sämtliche Klassenräume ab der achten Jahrgangsstufe mit modernen interaktiven Tafeln ausgestattet worden. In den Herbstferien erfolgte schließlich mit 25 weiteren Geräten die Nachrüstung für die Jahrgänge fünf bis sieben, das Förderzentrum sowie alle naturwissenschaftlichen Fachräume.

695000 Euro für Digitalpakt Schule

Recht zufrieden schaut man bei der Stadtverwaltung auf das bislang Erreichte im Rahmen des Digitalpaktes Schule. Laut Björn Maier, Teamleiter Bildung und Sport im zuständigen Fachbereich, seien für den Zeitraum 2019 bis 2024 insgesamt 695000 Euro veranschlagt worden für die digitale Ausstattung der Schulen. Möglichst bis Ende 2022 wollte die Stadt diesen Betrag auch ausgegeben haben, so Maier, der daran erinnert, dass in diesem Sommer noch einmal 200000 Euro über einen Nachtragshaushalt bereitgestellt wurden. Die 695000 Euro werden zu einem nicht unwesentlichen Teil über Fördergelder abgedeckt. Der exakte Betrag ist noch nicht bekannt, die Stadt kann laut Maier aber mit einem Betrag von bis zu 452000 Euro rechen.

Zudem verweist der Teamleiter Bildung und Sport darauf, dass bereits 2020 im Rahmen eines Sofortausstattungsprogramms für Schulen 149 iPads für rund 62000 Euro geordert und 2021 auch ausgeliefert werden konnten – bei fast 100-prozentiger Förderung.

Fehmarn Digitalisierung Inselschule
Fast immer ausgebucht sind die iPads, die sich die Schüler an der Inselschule ausleihen können. © Hauke Jipp

Hauke Jipp berichtet, dass sich die ISF auf die modernen Anforderungen eingestellt und sich in vielen Bereichen des Schullebens weiterentwickelt habe. So baue die Schule bereits seit der ersten Schulschließung im Frühjahr 2020 auf Moodle und IServ für die softwareseitige Unterstützung des Lehr- und Lernprozesses. Bei Bedarf stehen jeder Klasse auf IServ Videokonferenzräume zur Verfügung, während auf Moodle Lernmaterialien und verschiedenste interaktive Lernspiele bereitgestellt werden können.    

Und nun also die Komplettausstattung der Schule mit den Activboards, die sich laut Jipp als digitale Multitouchtafeln beschreiben und intuitiv mit den Händen bedienen lassen. „Zudem können sie sich mit mehreren Endgeräten gleichzeitig verbinden, um Schülerergebnisse schnell für alle sichtbar zu machen. Die Boards sind dabei weniger lichtanfällig als die vorherige Beamer-Lösung, sodass dem multimedialen Unterricht – egal bei welchem Wetter – nichts im Wege steht“, schwärmt Jipp.

80 Endgeräte für Lehrkräfte

Zusätzlich habe das Land den Lehrkräften der Inselschule kurz vor den Sommerferien 80 iPads zur Verfügung gestellt. Je nach Bedarf hätten die Lehrkräfte im September an einem Grundlagenworkshop teilgenommen oder vorhandenes Wissen um fortgeschrittene Inhalte erweitert. „Die Veranstaltung wurde durch das Medienteam der Inselschule organisiert und durch einen Referenten der IQSH-Medienberatung unterstützt“, so Jipp. Für die Inselschüler stehen 130 iPads in sieben ausleihbaren Koffern zur Verfügung und sind „fast immer ausgebucht“. Sie werden laut Jipp unter anderem genutzt, um im Fach Digitales Lernen in der fünften Jahrgangsstufe die Grundlagen der Medienbildung zu legen, sie stehen aber auch anderen Jahrgängen zur Verfügung. „Ergänzend bietet die Schule circa 70 Desktop-Computer in drei PC-Räumen, die innerhalb des letzten Jahres mit schnellen SSD-Festplatten, einem größeren Arbeitsspeicher und bei Bedarf auch mit neuen Bildschirmen aufgerüstet wurden.“

Landesprogramm „Zukunft Schule im digitalen Zeitalter“

Hard- und Software sind die eine Sache, die Personen, die dahinter stehen und die Ressourcen nutzbar machen, eine andere. Auch da sei man gut aufgestellt, findet Hauke Jipp, der auf den bei der Stadt Fehmarn angestellten IT-Spezialisten Michael Unger und die über das Landesprogramm „Zukunft Schule im digitalen Zeitalter“ mit zusätzlichen Stunden ausgestatteten Lehrkräften Cornelia Laußat und Jana Albert verweist. Während Unger für die technische Betreuung der Schulen zuständig ist, begleiten die beiden Lehrerinnen unter anderem die medienkonzeptionelle Entwicklung der ISF und führen interne Schulungen durch.

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