Sperrung Zuwegung Klausdorf auf Fehmarn
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Der Zustand der nordöstlichen Zuwegung Klausdorf ist so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass der Abschnitt gesperrt werden musste.

Bauhof sorgt für besseren Zustand der Straßen

Straßeninstandhaltung auf Fehmarn: „Wir sind auf einem guten Weg“

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Den Verfall aufhalten: Jahr für Jahr investiert der Bauhof in Straßen und Gehwege Fehmarns. Über zwei Millionen Euro sind es bisher in diesem Jahr.

  • Bauhof Fehmarn: Instandhaltungsmaßnahmen kosten insgesamt rund 770000 Euro.
  • 1,35 Millionen Euro für investive Maßnahmen ausgeschrieben.
  • Teilweise rutschen Maßnahmen aus einer reinen Unterhaltung in den investiven Teil ab.

Fehmarn – Über den investiven Straßenbau auf Fehmarn in Regie des Bauamtes hatten wir zuletzt berichtet. Wie sieht es mit Maßnahmen in der Verantwortung des Bauhofes der Stadt Fehmarn aus? Bauhofleiter Timo Jädke gibt einen aktuellen Überblick.

Maßnahmen zur Unterhaltung des Asphalts hat der Bauhof gestern im Wert von rund 300000 Euro ausgeschrieben. Im Bereich Pflasterarbeiten sollen ab 1. November für 120000 Euro die Gehwege von der VR Bank bis zur Doppeleiche sowie in der Kaestnerstraße saniert werden. Beide Aufträge hat sich die Strabag gesichert.

Rund 300000 Euro für diverse Unterhaltungsmaßnahmen in den Ortschaften

Für Unterhaltungsmaßnahmen in den Ortsteilen der Insel sind in diesem Jahr rund 300000 Euro eingeplant. Das beinhaltet unter anderem Fräsgut, das Abziehen von Banketten und Arbeiten mit Kaltasphalt. Dies übernimmt der Bauhof in Eigenregie mit Unterstützung von Subunternehmen. Dazu zählt im Übrigen auch die Erneuerung und das Aufstellen neuer Verkehrszeichen in diesem Jahr. Dafür sind rund 50000 Euro vorgesehen.

Zusammengerechnet also 770000 Euro: „Das sind die Maßnahmen, die bereits feststehen“, so der Bauhofchef. 900000 Euro stehen in 2021 im Haushalt für Unterhaltung insgesamt zur Verfügung.

Neue Gehwege in Burg und Neue Tiefe

Allerdings ist der Bauhof in Abstimmung mit dem Bauamt auch für die investive Straßen- und Gehwegunterhaltung zuständig. So wird ab der zweiten Maiwoche auf einer Länge von 600 m beidseitig der Gehweg in Neue Tiefe saniert, samt Beleuchtung und der behindertengerechten Herstellung der beiden Bushaltestellen. Geschätzte Kosten: 600000 Euro. Die Firma von Schönfels führt die Arbeiten aus. „Aufgrund der starken Frequentierung wird nur einseitig gebaut“, so der Bauhofchef. Zeitgleich soll zudem eine neuer Gehweg in der Meisterstraße in Bannesdorf entstehen. Kosten: 250000 Euro, Fehmarn Tiefbau führt die Arbeiten aus.

  • Wo werden Straßen instand gesetzt?
  • Asphaltsanierung, investiv:
  • Klausdorf: nördliche und südliche Zufahrt, zum Strand
  • Klausdorf-Bannesdorf
  • K63-Grüner Brink
  • Strukkamp-Avendorf
  • Asphaltierung, Unterhaltung:
  • Burg: Klaus-Groth-Straße, Burgstaaken, Parkplatz Ost
  • Puttgarden: Marienleuchter Weg
  • Gahlendorf: von der Bushaltestelle in Richtung Klausdorf
  • Landkirchen: Sartjendorfer Weg
  • Wulfen: Wulfener-Hals-Weg
  • Staberdorf-ehemalige Marineküstenstation
  • Schlagsdorf-Bojendorf
  • Westerbergen, Ecke Neujellingsdorf
  • Katharinenhof, kleines Teilstück am Bauernhof Liesenberg

Jädke ist froh, dass man die Pflasterarbeiten bereits im Februar ausgeschrieben habe, denn mittlerweile seien nicht nur die Preise für die Steine um rund 20 Prozent gestiegen, sondern auch für PP- und KG-Rohre, die beispielsweise bei Straßeneinläufen nötig sind.

Deutlich abgesackt ist ein Teil des Weges nordöstlich von Klausdorf.

Für die Asphaltierung hat der Bauhof am 21. April in Höhe von rund 500000 Euro ausgeschrieben. Baubeginn ab 1. Juni, teilweise in die Sommermonate hinein. Unter anderem für die nördliche Zuwegung nach Klausdorf, die wegen der unterschiedlichen Bodenhöhen zurzeit sogar gesperrt sei. Durch Tarras-Linsen weise die Oberfläche gravierende Schäden auf, weiß Jädke, da im Sommer das Gestein austrockne, sich bei Feuchtigkeit aber nicht wieder ausdehne.

Theodor-Storm-Straße wird wohl zur investiven Maßnahme

Teilweise würden Maßnahmen dieser Art auch aus einer reinen Unterhaltung in den investiven Teil abrutschen, so Jädke und nennt als Beispiel die Theodor-Storm-Straße, wo eigentlich nur die Deckschicht neu gemacht werden sollte. „Der Asphalt ist belastet, und die Decke ist nur 4,5 cm dick.“ Als Unterhaltungsmaßnahme habe man das Vorhaben in diesem Jahr gestrichen und werde es wohl im kommenden Jahr als investive Maßnahmen wieder aufgreifen, berichtet Jädke, der von einer generellen Entwicklung spricht, was dazu führt, dass der Anteil für investive Mittel gegenüber dem Budget für Unterhaltung steigen müsse, so der Chef des Bauhofes, der aber keinesfalls missverstanden werden möchte: „Die Politik stattet uns sehr gut mit Mitteln aus. Wir sind auf einem guten Weg.“

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