Lotsenweg in Burg auf Fehmarn
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Im Lotsenweg in Burg geht es für alle Verkehrsteilnehmer äußerst beengt zu.

Wo zurzeit und zukünftig?

Investitionen in Fehmarns Straßennetz: Ganz viel in der Planung

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Wo sind aktuell investive Maßnahmen in Fehmarns Straßennetz in der Mache, und wo sind sie geplant? Das Bauamt gibt einen kurzen Überblick.

  • Maßnahme in Staberdorf soll Ende Juni fertig sein.
  • Fünf beschlossene Bauprogramme warten noch auf fehlende Genehmigungen.
  • Die Planung für den Ausbau der Straße von Meeschendorf zum Strand zieht sich.

Fehmarn – Fehmarn hat Straßen noch und nöcher, sodass es nicht verwunderlich ist, dass es in Sachen investiver Straßenbau immer etwas zu berichten gibt. Der zuständige Mitarbeiter im städtischen Bauamt, Lars Laußat, gab gegenüber dem FT einen Einblick in den aktuellen Stand.

Unerwarteter Regenwasserkanal sorgt für leichte Verzögerung

Gebaut wird momentan in Staberdorf in der Straße Am Hinrichsbarg zusammen mit den Stadtwerken. Der erste Bauabschnitt wird am Donnerstag die Asphalttragschicht erhalten, dann geht es im zweiten Abschnitt weiter. Geringfügig hinter den Zeitplan ist die Maßnahme gerutscht, weil wegen eines zuvor nicht bekannten Regenwasserkanals eine kleine Auftragserweiterung notwendig geworden sei, kommentierte Laußat. Für Ende Juni, Anfang Juli sei der Abschluss der Maßnahme vorgesehen. 

Bei fünf Vorhaben fehlen noch Genehmigungen

Fünf Abschnitte, deren Bauprogramme zwar durch die Politik beschlossen sind, können zurzeit noch nicht ausgeschrieben werden, da unterschiedliche Genehmigungen noch fehlten, so Laußat. So müssten beispielsweise für die Strecke östlich von Petersdorf von der L209 zur Instenkoppel noch Fragen der Entwässerung geklärt werden, so der Diplom-Ingenieur. Die Strecke, die auch einen Radweg erhalten soll, wird auf 4,75 m  (inklusive Banketten 6,25 m) ausgebaut. Dies wird als Instandsetzung im Hocheinbau erfolgen (wir berichteten).

Ausschreibungen vorbereitet werden zurzeit für die nördliche und südliche Zufahrt Vadersdorf, den Abschnitt Gollendorf bis zum Hotel Avalon Bellevue, Wulfen-Avendorf und vom nördlichen Ortsausgang Ostermarkelsdorf in Richtung Norden bis zur alten Schule, an den Anschluss, wo der Bauhof bereits im letzten Jahr asphaltiert hatte.

Weitere Bauprogrammbeschlüsse im Bauausschuss im Juni?

Derweil sind bisher für die Abschnitte K49-Presen sowie Landkirchen-Neujellingsdorf die Bauprogramme noch nicht beschlossen. „Es fehlen beispielsweise noch die Baugrunduntersuchungen“, erklärte Laußat, der auf grünes Licht im Bau- und Umweltausschuss Anfang Juni hofft.

Verzögerugnen in der Straße Badstaven

Die geplante grundhafte Sanierung der Straße Badstaven stockt derweil. Grund dafür sind Abstimmungen der Planungen im Detail, weshalb man noch nicht ausschreiben könne, so Laußat. Herausfordernd sei vor allem die schmale Straße, mit kaum Vorflächen auf den Grundstücken, die vielen alten Leitungen und der notwendige Höhenausgleich, zählte der Mitarbeiter des Bauamtes auf.

Allerdings ziehe man die Herstellung der Entwässerung entlang des Fußweges zwischen den Kleingärten im hinteren Teil vor, damit die Anlieger während der Bauphase ihre Grundstücke erreichen könnten.

Ampel in Burgtiefe: Zusage des Kreises fehlt noch

Für die geplante Fußgängerampel kurz hinter der IFA-Hotel-Zufahrt in Burgtiefe fehlt aktuell noch die Genehmigung des Kreises. „Mündlich haben wir die Zusage.“ Laußat erwartet das schriftliche Go in den nächsten Tagen. Dann kann das Ingenieurbüro für die erste Ampel in der Baulast der Stadt Fehmarn beauftragt werden.

Verkehrsberuhigung im Lotsenweg?

Noch etwas mehr Geduld braucht es im Burger Lotsenweg. Bisher ist noch kein Planungsbüro beauftragt. Das gemeinsame Vorhaben mit den Stadtwerken ist in der Prüfung, ob eventuell ein verkehrsberuhigter Bereich umsetzbar ist. Derzeit befindet sich auf dem etwa sechs Meter breiten Wegeflurstück ein (zu schmaler) Gehweg, ein (zu schmaler) Streifen mit Parkbuchtmarkierungen und ein (zu schmaler) Streifen Restfahrbahn. Kommt es zur Verkehrsberuhigung, wäre Schrittgeschwindigkeit angesagt. „Dann könnten wir auf den Gehweg verzichten“, so Laußat.

Mit Anliegern Kontakt aufgenommen wurde für die sich in Vorbereitung befindlichen Vorhaben Vitzdorf-Gahlendorf und Lemkendorf-Lemkenhafen sowie sieben Wege im Flurbereinigungsgebiet Nördliche Seeniederung. Auch hier heißt es: „Wir sind mit den Anliegern im Kontakt.“

Nur schleppend vorangeht es hinsichtlich des geplanten Ausbaus der Straße von Meeschendorf zum Strand auf 4,75 m (inklusive Banketten 6,25 m). Im Raum steht noch die Frage, ob es einen Radweg geben soll – und wenn ja, ob westlich oder östlich der Straße. „Wir stimmen gerade ab, was realisierbar ist“, erklärte der Bauamtsmitarbeiter. 

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