Ingo Gädechens für Wahlkreis 9 nominiert / Fehmaraner seit 2009 im Deutschen Bundestag

Jahre 13 bis 16 im Visier

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99,1 Prozent Zustimmung lassen Ingo Gädechens freudestrahlend und mit großer Zuversicht in die Zukunft schauen.

Lensahn/Fehmarn – hö – Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens strebt sein 13. bis 16. Jahr im Deutschen Bundestag an. Gestern Abend wurde der 60-jährige Fehmaraner auf der Wahlkreismitgliederversammlung in Lensahn wie erwartet von der CDU-Basis als Bewerber für den Wahlkreis 9 (Ostholstein/Stormarn-Nord) nominiert. Einen weiteren Kandidaten gab es nicht. Die nächste Bundestagswahl findet im Herbst 2021 statt, der genaue Wahltermin ist noch nicht festgelegt.

109 Christdemokraten gaben ihre Stimme ab. 108 votierten mit Ja, eine oder einer mit Nein. Klaus Winter als Sprecher des Tagungspräsidiums hatte schnell gerechnet: 99,1 Prozent Zustimmung. „Das ist eine hohe Wertschätzung, die mir heute zuteil wurde“, bedankte sich Gädechens für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.

Ingo Gädechens, der in Niendorf an der Ostsee aufgewachsen ist und seinen Lebensmittelpunkt in Burg hat, gelang 2009 der Einzug in den Deutschen Bundestag. Von Beginn an gehört der Berufssoldat a.D. dem Verteidigungsausschuss an, seit Beginn dieser Legislaturperiode ist er auch Mitglied des Haushaltsausschusses.

Das Coronavirus war auch in der Großsporthalle Lensahn unsichtbarer Begleiter der Veranstaltung. Die CDU-Mitglieder saßen auf Abstand, und auch in der Rede Ingo Gädechens‘ fanden die coronabedingten Einschränkungen, die das gesellschaftliche Leben seit dem Frühjahr maßgeblich beeinflussen, immer wieder ihren Niederschlag. „Corona ist allgegenwärtig … wir müssen uns also weiterhin diszipliniert verhalten, um einer Ausbreitung nicht Tür und Tor zu öffnen“, so Gädechens.

Seinen Wahlkreis, der von Reinfeld im Süden bis Puttgarden im Norden reicht, sieht der Bundestags- abgeordnete vor großen Herausforderungen stehen. Das umfasse den Lärmschutz an der A1 für Hamberge, den geplanten Trog für Bad Schwartau, die touristische Weiterentwicklung der Holsteinischen Schweiz sowie die bauliche Entwicklung der Kreisstadt Eutin bis hin zu den Dauerbrenner-Themen rund um die Feste Fehmarnbeltquerung: Schienen-Hinterlandanbindung, Autobahnausbau Heiligenhafen bis Puttgarden, erneute Diskussion um die 380-kV-Trasse, Bau einer neuen Sundquerung mit dem Erhalt der Fehmarn- sundbrücke.

Unter dem Applaus der CDU-Basis erinnerte er an den kürzlich gefassten Beschluss des Bundestages, 232 Millionen Euro für den übergesetzlichen Lärmschutz in Lübeck und Ostholstein bereitzustellen.

Doch auch bundesweit blieben enorme Herausforderungen, lenkte Gädechens den Blick über seinen Wahlkreis hinaus. Beispielhaft nannte er die immer komplexer werdenden Probleme in der Landwirtschaft. Die Landwirtschaft solle höchste Qualität nach modernsten Standards produzieren, müsse sich aber den Weltmarktpreisen unterwerfen, zeigt Gädechens Diskrepanzen auf. „Das kann so nicht funktionieren.“ Ähnlich verhalte es sich mit der Fischerei. Jahrelang sei das drohende Aus der Fischerei beschrieben worden, „mittlerweile ist das Aus Wirklichkeit“. Wenn weit über 70 Prozent der Fischerei nur noch im Nebenerwerb stattfinde, stimme das System einfach nicht mehr.

Zweiter Shutdown muss verhindert werden

Nach einem kurzen Schwenk auf das weltpolitische Geschehen kehrte Gädechens in seiner Rede zurück auf die nationalen und regionalen Herausforderungen im Zuge der Corona-Krise. „Wir muten den Menschen in diesem Land eine Menge zu“, doch ein zweiter Shutdown müsse mit allen Mitteln verhindert werden, skizzierte der Bundestagsabgeordnete das übergeordnete Ziel. Erforderlich sei aber auch das Öffnen der Schulen unter Einhaltung der Hygienekonzepte. Das Allerwichtigste sei für ihn jedoch, „die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen“.

Zuvor hatte er noch einmal an die Erfolge der CDU-geführten Bundesregierung bei der finanziellen Entlastung der Kommunen erinnert. Da konnte Ostholsteins Landrat Reinhard Sager als Präsident des Deutschen Landkreistages nur zustimmend nicken.

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