Jahresabschlussübung Feuerwehr Burg Bauhof
+
Zwei bewusstlose Kinder wurde mit der Schleifkorbtrage aus dem Container gerettet.

Fiktives Szenario im Freesenkamp

Jahresabschlussübung: Feuerwehr Burg testet Material und Mannschaft

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
    schließen

Die traditionelle Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg war eine umfangreiche Schadenslage nach einer leichten Explosion auf dem Gelände des Bauhofes. Das Fazit der Übung ist positiv.

  • Szenario: Ein Brand und sieben vermisste Personen nach einer leichten Explosion
  • Ortswehr aus Meeschendorf unterstützte die Burger Kameraden.
  • Bildergalerie zur Jahresabschlussübung.

Fehmarn – Die Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Burg fand am Sonnabend auf dem Gelände des Bauhofes statt. Dort war es zu einer leichten Explosion gekommen. Sieben Kinder wurden vermisst, die zuvor unerlaubt auf dem Gelände spielten. Vier im Gebäude, in dem nach der Explosion ein Feuer ausbrach, zwei in einem Container, die anfangs noch ansprechbar waren, und ein Kind eingeklemmt unter einem anderen Container.

Ortswehrführer Dirk Westphal alarmierte die Feuerwehr

Ortswehrführer Dirk Westphal spielte den Melder, alarmierte die Feuerwehr. Bevor es richtig zur Sache ging, dankte er zunächst den interessierten Zuschauerinnen und Zuschauern, die bei bescheidenem Wetter den Weg in den Freesenkamp angetreten waren, und gab vor Eintreffen der Einsatzkräfte einen kurzen Überblick über die fiktive Schadenslage, die der Wehrführer zusammen mit Sönke Thomsen (Zugführer 2. Zug) ausgearbeitet hatte. Die Einsatzleitung übernahm der stellvertretende Wehrführer Hauke Nerl.

Zusätzlich Wasser aus dem Teich hinter dem Aldi-Markt

Vier Personen mussten aus einem Gebäude, in dem ein Feuer ausgebrochen war, gerettet werden unter Atemschutz. Den Löschangriff von der östlichen Seite übernahm die Ortswehr Meeschendorf, die zugleich mit Atemschutzgeräteträgern unterstützte. Wasser holten sich die Burger zusätzlich aus dem Teich hinter dem Aldi-Markt über den Ehlerskamp, zwischengeschaltet mit einer Pumpe für einen ausreichenden Wasserdruck. „Je stabiler, desto besser“, so Westphal mit Blick auf die Wasserversorgung.

Menschenleben in Gefahr

An anderer Stelle waren ebenfalls Menschenleben in Gefahr. Mithilfe einer Schleifkorbtrage, die an der Drehleiter mit ihrer
Kranfunktion befestigt wurde, konnten die beiden nicht mehr ansprechbaren Kinder aus dem Container befreit werden. Dies komme durchaus häufiger vor, wenn die Personenrettung über das Treppenhaus nicht möglich sei, so Westphal.

Am anderen Container wurde das eingeklemmte Kind medizinisch betreut, was der Fall sei, wenn beispielsweise die Feuerwehr vor dem Rettungsdienst vor Ort sei, erklärte der Wehrführer. Zeitgleich wurde der Container mit einem Hebekissen per Drucklufttechnik angehoben und mit Klötzen stabilisiert, um die Person zu befreien.

Eine Person konnten die Einsatzkräfte nicht so einfach finden, fragten bei Westphal immer wieder nach, was nicht ungewöhnlich sei, da oftmals die Angaben auch nur vage seien.

Wehrführer zufrieden: „Da hat nichts gehakt“

Westphals Fazit ist positiv: Klar sei, „keiner hat sich zu Tode gehetzt“, das könne man bei einer Übung auch nicht erwarten, aber es wurde durchweg zügig und gewissenhaft gearbeitet. Auch die Zusammenarbeit mit den Meeschendorfer Kameraden lobte der Wehrführer aus Burg ausdrücklich. „Da hat nichts gehakt.“

Übungen haben für die Freiwillige Feuerwehr eine große Bedeutung

Das Zusammenspiel mit anderen Ortswehren sei ein wichtiger Bestandteil des Übungsplans, so der Feuerwehrchef, der dem Testen von Material und Mannschaft eine hohe Bedeutung beimisst. Minimum vier Einsatzübungen würden im Jahr bei den Burgern auf dem Einsatzplan stehen – ein oder zwei unangekündigte Übungen kämen in der Regel hinzu. Mit der Pandemie sei dies fast ein Jahr zum Erliegen gekommen. „Das hat uns große Sorgen bereitet. Am Bildschirm zu arbeiten, ist nicht das Gleiche.“

Eine Tradation, die die Burger Wehr bewahren will

An der Jahresabschlussübung wolle man festhalten, das habe Tradition, so Westphal, der an die früheren Leistungsschauen am Rathaus erinnerte, der Jahresabschluss aber eher als Einsatzübung zu verstehen sei. Was natürlich auch nicht fehlen darf ist die anschließende Erbsensuppe im Feuerwehrhaus. Das hat nämlich auch Tradition.

Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg

Abschlussübung Feuerwehr Burg1
Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg fand am 6. November auf dem Bauhofgelände in Burg auf Fehmarn statt. © Manuel Büchner
Abschlussübung Feuerwehr Burg1
Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg fand am 6. November auf dem Bauhofgelände in Burg auf Fehmarn statt. © Manuel Büchner
Abschlussübung Feuerwehr Burg1
Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg fand am 6. November auf dem Bauhofgelände in Burg auf Fehmarn statt. © Manuel Büchner
Abschlussübung Feuerwehr Burg1
Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg fand am 6. November auf dem Bauhofgelände in Burg auf Fehmarn statt. © Manuel Büchner
Abschlussübung Feuerwehr Burg1
Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg fand am 6. November auf dem Bauhofgelände in Burg auf Fehmarn statt. © Manuel Büchner
Abschlussübung Feuerwehr Burg1
Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg fand am 6. November auf dem Bauhofgelände in Burg auf Fehmarn statt. © Manuel Büchner
Abschlussübung Feuerwehr Burg1
Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg fand am 6. November auf dem Bauhofgelände in Burg auf Fehmarn statt. © Manuel Büchner
Abschlussübung Feuerwehr Burg1
Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg fand am 6. November auf dem Bauhofgelände in Burg auf Fehmarn statt. © Manuel Büchner
Abschlussübung Feuerwehr Burg1
Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg fand am 6. November auf dem Bauhofgelände in Burg auf Fehmarn statt. © Manuel Büchner
Abschlussübung Feuerwehr Burg1
Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg fand am 6. November auf dem Bauhofgelände in Burg auf Fehmarn statt. © Manuel Büchner
Abschlussübung Feuerwehr Burg1
Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Burg fand am 6. November auf dem Bauhofgelände in Burg auf Fehmarn statt. © Manuel Büchner

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.