Konzeptgruppe wurde gestern verabschiedet/ Auch Dank von Ministerium und Staatssekretär

Jetzt startet das „Team 1“ durch

Nichts da, sieben auf einen Streich. 22 waren’s. Am Dienstag sogar noch mit „Zusatzzahl“, denn den 22 Lehrerinnen und Lehrern, die für die neue Inselschule das pädagogische Konzept entwickelten, wurde gestern gedankt. Bürgervorsteherin Margit Maaß und Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt zollten der Konzeptgruppe ebenso wie Michaela Schmeiser von der Burger Realschule und Gerhard Jens, der gemeinsam mit Ingrid Kaiser die wissenschaftliche Begleitung übernommen hatte, Dank.

FEHMARN (nic) • Mission erfüllt. Keine Frage. Die 22-köpfige Konzeptgruppe mit Lehrern aller vier weiterführenden Schulen Fehmarns hat ihr Klassenziel erreicht. Die Inselschule ist bekanntlich auf den Weg gebracht.

Das pädagogische Konzept für den gemeinsamen Unterricht aller Kinder, die von den Grundschulen Fehmarns und dem Festland nach den Sommerferien in die 5. Klasse der neuen Gemeinschaftsschule eintreten, lieferte den Grundstock. Antrag und Konzept werden derzeit geprüft. Das war’s für die große Lehrer-Arbeitsgruppe.

Dienstags war Konzeptgruppe-Tag. Von 14 bis 17 Uhr lief dann für 22 Pädagogen Fehmarns nichts anderes. Seit Ende August vergangenen Jahres. Einen jeden Dienstag. „Ein knappes drei Viertel Jahr wurde exzessiv getagt“, so Michaela Schmeiser. Dabei sei der Weg längst nicht immer frei von Steinen gewesen. Die Arbeit sei nicht leicht gewesen. „Sie haben viel gemacht, in schwierigen Situationen immer wieder versucht, auszugleichen. Sie haben Großes geleistet.“ Michaela Schmeiser, Schulleiterin der Burger Realschule – hier startet im Sommer die Inselschule Fehmarn sechszügig mit 128 angemeldeten Schülerinnen und Schü- lern – bedankte sich  bei der Konzeptgruppe. Denn die war, richtig, am Dienstag ein letztes Mal in ihrem gewohnten Tagungsraum im ehemaligen Gebäude der Volkshochschule neben der alten Turnhalle zusammengekommen. Letztmals in dieser 22-köpfigen Besetzung. Denn nach den Ferien ist die Konzeptgruppe von ihrer Arbeit entlastet. „Jetzt gilt die volle Aufmerksamkeit dem neuen Team“, so Michaela Schmeiser. Gemeint ist das so genannte „1. Team“. Das wird aus dann 15 Lehrerinnen und Lehrern bestehen. Vornehmlich die, die mit den jetzigen Viertklässlern als erste im Schuljahr 2007/2008 in die gemeinsame neue Orientierungsstufe starten werden. Im nächsten Jahr soll es „Team 2“ geben, und so weiter, bis die „alten Schulen“ ausgelaufen sind.

„Wir alle betreten Neuland“

Bei ihren Zusammenkünften, die dann ebenfalls regelmäßig stattfinden werden, werden den Lehrern nach wie vor Ingrid Kaiser, ehemals pädagogische Leiterin der He- lene-Lange-Schule Wiesbaden und Gerhard Jens, ehemals Leiter der kooperativen Gesamtschule Elmshorn, zur Seite stehen. In Begleitung durch Ingrid Kaiser und Gerhard Jens, der gestern auch zur Verabschiedung der Konzeptgruppe erschien, war bekanntlich das pädagogische Konzept erstellt worden.

Was die Konzeptgruppe an Pionierarbeit  geleistet hat – „wir alle betreten Neuland“, so Michaela Schmeiser“ –, hat sich nicht nur auf Fehmarn herumgesprochen. Bis nach Kiel drang, wofür sich das Ministerium in einem Schreiben bedankte. Michaela Schmeiser verlas den Dank, der sich an die Konzeptgruppe richtete. Als „Große integrative Leistung“ bewertete das Kieler Ministerium die Zusammenarbeit der Lehrer aller Schulen. Antrag und Konzept auf Errichtung einer Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe würden derzeit geprüft. Auch Staatssekretär Dr. Wolfgang Meyer-Hesemann bedankte sich in einem Schreiben, das Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt gestern den Lehrern zur Kenntnis reichte, bei der Projektgruppe. Schmiedt sagte Meyer-Hesemann zu, ihn in Sachen Inselschule weiter auf dem Laufenden zu halten. Mit einer Stellungnahme aus Kiel wird im April gerechnet.

Der Raum, wo sich gestern die Konzeptgruppe ein letztes Mal in dieser Konstellation zusammenfand – Bürgermeister Schmiedt bezeichnete ihn als „Wiege einer neuen Schule auf Fehmarn“. Was Hans Kaalberg, Schulleiter der Burger Grund- und Hauptschule, in schulhistorischer Rückbetrachtung bestätigen konnte. Einst Sonderschule und erster Raum des im Bau befindlichen Insel-Gymnasiums – „Diese Räume haben schon eine ganze Menge Schulgeschichte der Insel gesehen.“ Und seien seit jeher Geburtsstätten von neuen Schulen.

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