St. Mariengilde feierte 175. Bestehen / Königsehre für Karin Wiepert und Rüdiger Prüß

Jubiläums-Sommerfest in XXL

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Einmarsch der Fahnenabordnungen auf dem Landkirchener Sportplatz, bevor anschließend der große Festumzug durch Landkirchen zog.

Fehmarn – Von Reinhard Gamon Der 174. Schuss brachte die Entscheidung beim Jubiläums-Sommerfest der Landkirchener St. Mariengilde. Um 17.30 Uhr stand am Sonnabend fest: Der neue Gildekönig ist der Vorjahreszweite Rüdiger Prüß aus Landkirchen. Er löst Christoph Wichmann ab, der bis Sonnabend die Landkirchener St. Mariengilde regierte.

2. Ältermann Holger Wichmann, Gildekönigin Karin Wiepert, Gildekönig Rüdiger Prüß, 1. Ältermann Reinhard Wulf und 1. Schießwart Herbert Schmidt (v.l.n.r.).

Die Königskette übergab die Gildekönigin des Vorjahres, Marianne Maaß, Sonnabend an die neue Gildekönigin Karin Wiepert. Aufgrund ihrer besonderen Treffsicherheit beim Vogelpicken der Gildedamen errang sie die meisten Ringe und ging als Siegerin in diesem ausschließlich den Gildeschwestern vorbehaltenen Wettkampf hervor.

Beim Schießwettkampf der befreundeten Gilden ging der Sieg an die Concordia Gilde Petersdorf von 1845. Den 2. Platz belegte die Totengilde Rathlau von 1729 gefolgt von der St.-Johannis-Toten- und Schützengilde von 1192 aus Oldenburg.

Mit dem diesjährigen Sommerfest der St. Mariengilde wurde das 175. Bestehen der Landkirchener Traditionsgilde gefeiert. Die Gilde ging aus der ehemaligen Liebfrauengilde (1420 bis 1844) hervor. 1844 war das Gründungsjahr der St. Mariengilde. Seit nun 17 Jahren wird die Gilde, die sehr aktiv und weit über die Grenzen Ostholsteins bekannt ist und geschätzt wird, von ihrem 1. Ältermann Reinhard Wulf geführt. Derzeit gehören der St. Mariengilde 185 Mitglieder an.

Anlässlich des Jubiläums wurde das jährliche Programm des Sommerfestes erweitert. So wurde am frühen Morgen nach dem Abholen der Vorjahresmajestäten gemeinsam in den beiden neu angeschafften Gildezelten gefrühstückt. Es folgte ein großer Festumzug durch Landkirchen, an dem 26 Marschabteilungen teilnahmen. Für die Musik sorgte die Gildekapelle Heiligenhafen.

Zwischenstation legte der Festumzug an der Landkirchener St.-Petri-Kirche ein. Dort hielt Propst im Ruhestand Matthias Wiechmann eine kurze Andacht.

Kreispräsident Harald Werner nutzte die Gelegenheit, im Gotteshaus das Gildeleben und die gute Zusammengehörigkeit der Traditionsgilde zu loben und überbrachte die herzlichsten Jubiläumsglückwünsche.

175 Jahre – „eine sehr beachtliche Zahl“

Zu den Gratulanten anlässlich des 175. Geburtstages gehörte neben Bürgervorsteherin Brigitte Brill auch Bürgermeister Jörg Weber. Letzterer hatte auch in seiner Eröffnungsrede zum Sommer- und Jubiläumsfest auf dem Landkirchener Sportplatz hervorgehoben, dass er 175 Jahre St. Mariengilde für eine sehr beacht- liche Zahl halte.

Gratulationen kamen auch vom Landtagsabgeordneten Peer Knöfler und vom stellvertretenden Landrat des Kreises Ostholstein, Timo Gaarz, die als Mitglieder ihrer Gilden dem Jubiläumsfest beiwohnten. Die Gäste der Landkirchener St. Mariengilde erlebten das spannende Schießen auf den Gildevogel. Den hölzernen Vogel mit seinen zehn Sollbruchstellen hatte auch in diesem Jahr wieder Schießmeister Herbert Schmidt aus Burg geschaffen. Der Vogel, übrigens benannt nach dem Vorjahresgildekönig „Christoph“, ist so konzipiert, dass fünf Teilstücke abgeschossen werden mussten. Das ist neben dem Rumpf, der letztlich entscheidend für die Königswürde ist, der rechte und der linke Flügel, der Kopf und der Schwanz.

Im Rahmen des Sommerfestes konnten die Besucher bei einer Tombola hochwertige Preise gewinnen, darunter etliche Präsentkörbe. Mit der Bekanntgabe des neuen Gildekönigspaares, dem gemeinsamen Singen von „Hoch soll’n sie leben“ zu Ehren der neuen Majestäten und dem Intonieren des eigenen Gildeliedes endete das diesjährige Sommerfest der Landkirchener Traditionsgilde im Zeichen des 175. Geburtstages.

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