RSV Landkirchen setzt in der Vereinsführung auf Teamarbeit / Vereinssatzung verschlankt

Junges Blut für den Vorstand

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Der neue Vorstand des RSV Landkirchen: Jan-Georg Rickert, Andreas Dose, Florian Stolte, Holger Micheel-Sprenger und Timo Möller (v.l.). Es fehlen Sven Navers und Patrick Rahlf (beide im Urlaub).

FEHMARN – Von Andreas Höppner Der RSV Landkirchen hat einen neuen Weg eingeschlagen, die Geschicke des Vereins zu führen. Der Vorstand hat sich nicht nur verjüngt, mehr denn je ist Teamarbeit angesagt. So wird zukünftig die Führungsriege nach außen durch zwei Vorstandssprecher vertreten, nach innen erfolgt die Arbeitsaufteilung durch enge Absprache untereinander. Einen geschäftsführenden Vorstand gibt es nicht mehr. Eine entsprechende Satzungsänderung wurde auf der Jahreshauptversammlung einstimmig verabschiedet.

Die Zeiten mit einer hierarchischen Struktur sind damit passé. Die Abstufung in 1. Vorsitzender und 2. Vorsitzender ist ein Auslaufmodell. Nichtsdestotrotz bleibt der bisherige Vereinschef Holger Micheel-Sprenger dem Vorstand noch ein Jahr erhalten. Doch er wird ins zweite Glied rücken, gab er auf der Jahreshauptversammlung bekannt.

Zu neuen Vorstandssprechern gewählt wurden Florian Stolte (35) und Sven Navers (32), bislang Beisitzer. Neu in das jugendlich anmutende Vorstandsteam rückten Patrick Rahlf (32) und Timo Möller (31). Das Führungsgremium vervollständigen der bisherige Beisitzer Jan-Georg Rickert und Kassenwart Andreas Dose, sodass die Geschicke des unverändert 394 Mitglieder zählenden Vereins von einem siebenköpfigen Team geleitet werden.

Für Holger Micheel-Sprenger stellt das neue Modell eine „langfristig tragfähige“ Lösung dar, eine moderne Vereinsführung zu gewährleisten. Verbunden damit ist eine Verschlankung der Vereinssatzung, die zuletzt Mitte der 1980er-Jahre überarbeitet worden war. Zur Kassenprüferin wählte die Versammlung Andrea Schildknecht, aus dem Vorstand verabschiedet wurden Maik Hildebrandt, Simone Stellmacher, Bernd Howe und Lutz Brüntrup.

In seinem Jahresbericht verwies Micheel-Sprenger auf den erfolgreichen Ausbau der Dart-Sparte. „Sie belebt das Vereinsleben ungemein.“ Davon profitiere auch das Sportlerheim, so der RSV-Chef. Seit einem Monat ist das Sportlerheim wieder verpachtet, zuvor war der Betrieb drei Jahre ehrenamtlich durch Mitglieder des Vereins geführt worden. Das sei nicht immer einfach gewesen und habe auch zu etwas Unruhe im Verein geführt, sparte Micheel-Sprenger nicht mit Selbstkritik. Mit der Neuverpachtung sei der RSV auf einem guten Weg, ist er überzeugt. Zu den sportlichen Erfolgen in 2018 zählte Micheel-Sprenger die Meisterschaft der TTSG in der 1. Tischtennis-Kreisklasse, die Siege beim Kreis- und Landeswettbewerb im Sportabzeichen, in der Sparte Kinderturnen den Sieg im Teamwettbewerb Sportabzeichen, den neunten Platz von Florian Stolte bei den deutschen Meisterschaften im Dart sowie den Klassenerhalt der SG Insel Fehmarn I in der Verbandsliga Ost.

Neue Zweifeldhalle großes Zukunftsprojekt

Bedeutendes Zukunftsprojekt, das den Verein in den nächsten drei bis fünf Jahren beschäftigen werde, sei die neue Zweifeldhalle, so Micheel-Sprenger, der eine Einbindung des Vereins in die städtische Planung begrüßt. In diesem Zusammenhang verwies Bürgermeister Jörg Weber (SPD) in seinen Grußworten auf die gestarteten Planungen, für die im laufenden Haushalt Finanzmittel eingestellt sind. Micheel-Sprenger hält parallel zum Bau der neuen Sporthalle auch die Errichtung eines Kunstrasenplatzes für möglich. Praktisch als Ersatz für den jetzigen Rasenplatz (alt), der durch den Hallenbau stark in Mitleidenschaft gezogen werden dürfte, so Micheel-Sprengers Vermutung.

Die Jahreshauptverversammlung nutzte der RSV-Vorstand auch dazu, verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Die Leistungsnadel für besondere Leistungen erhielten Willi Saal und Florian Stolte. Für langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden Torben Schulz, Andre Riewesell, Klaus Landschoof und Hendrik Petersen für 25 sowie Lydia Schalmann für 30 Jahre. 40 Jahre im Verein ist Rüdiger Beuthien, bereits 60 Jahre dem RSV treu verbunden ist Karl-Heinz Maas, der auch schon die Ehrenmitgliedschaft innehat. Neben einem Präsentkorb gab‘s für ihn eine Urkunde plus Blumenstrauß für die Ehefrau sowie zwei Tickets für den Besuch eines Spiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Die Vorfreude auf diese Event ist bei Karl-Heinz Maas bereits groß. Aber auch die anderen RSV-Mitglieder dürfen sich schon ein wenig freuen auf ein Ereignis, das der Verein in diesem Jahr feiern möchte: das 111-jährige Bestehen. Vermutlich am ersten Augustwochenende sollen die Feierlichkeiten über die Bühne gehen. Die Planungen konkretisieren wird der neue siebenköpfige Vorstand – natürlich in Teamarbeit.

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