Was die Kommunalpolitiker in der Stadtvertretung Fehmarn bewirken möchten: Erste Vorstellungen

Die Kandidaten der SPD

SPD-Chef Uwe Hardt (66) tritt im Wahlkreis 5 an.

FEHMARN (wi) • Das SPD-Wahlprogramm ist noch gar nicht abschließend ausgearbeitet, doch die einzelnen Kandidaten der SPD äußerten teilweise schon sehr klare Vorstellungen über das, was sie im Inselparlament Fehmarn realisieren möchten.

Wie bereits gestern aktuell berichtet, wählte die SPD Fehmarn ihre zehn Kandidaten, nachdem die SPD Landkirchen ihre zwei Kandidaten für Landkirchen bereits aufgestellt hatte.

Es sei enorm gewesen, was er auf verschiedenen Fachgebieten hinzugelernt habe, sagte der SPD-Fraktionssprecher Joachim Nottebaum. Doch er machte auch deutlich, dass die Inselpolitik enorm zeitaufwändig sein könne.

Nottebaum erhielt zwei Gegenstimmen, vielleicht, weil er in der Lenkungsgruppe Südstrand die jetzigen Hotel- und Appartementpläne ausbaldowert hat. „Diesem Konstrukt stimme ich nicht zu, dazu stehe ich“, sagte Marianne Unger.

Sozialpolitikerin Unger machte deutlich, dass sie zuweilen auch bereit sei, in der eigenen Fraktion quer zu schießen.

Hingegen gab Andreas Herkommen seiner Hoffnung Ausdruck, dass erst die nächste Stadtvertretung über die Südstrand-Projekte entscheiden möge. Er ließ eineausführliche Stellungnahme über seine Ziele in der Kommunalpolitik verlesen, da er ortsabwesend war. Früher sei er in der FDP gewesen, dort aber vor Jahren ausgetreten. Er wünsche sich eine transparente Politik.

Wie Jürgen Fendt und Birte Kaphengst spricht sich Herkommer „für die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschule“ aus.

Seit 13 Jahren Schriftführerin ist Inke Wessel. Sie saß als bürgerliches Mitglied im Hafenausschuss, doch ein bisschen mehr mitreden wolle sie schon, denn der Hafenausschuss habe oft nur zweimal im Jahr getagt.

Gegen sozialen Kahlschlag

Waltraut Nieling tritt für den Kreistag an. Dort wolle sie mithelfen, den sozialen Kahlschlag, den die CDU verursacht habe, wieder zurückzuführen. Und sie tritt für die Stadtvertretung an, wo ihr Wahllokal Meeschendorf ist. Dort will sie sich vor allem um das Thema Biogas kümmern.

Fehmarn-Politik im ersten Inselparlament, das sei eine „haarige Sache“ gewesen, räumte Gunnar Mehnert ein, der wieder in Petersdorf kandidiert. Es habe viele politische Kämpfe intern und extern gegeben.

Neuling Hans-Peter Thomsen, der vier Gegenstimmen erhalten hatte, muss als Landkirchener in Puttgarden antreten – und das auch noch gegen den CDU-Fraktionssprecher Werner Ehlers.

„Hier auf Fehmarn seid ihr gut aufgestellt“, lobte die Fraktionsvorsitzende der SPD in der Stadtvertretung Oldenburg, Annette Schlichter-Schenck. In manch anderen Ortsvereinen sei es deutlich schwieriger, Leute zu finden, so SPD-Urgestein Gerhard Poppendiecker.

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