Dänschendorfer bewirbt sich beim SPD-Landesparteitag Ende März auf Vorstandsposten

Kandidatur: Wohlmann will‘s wissen

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Jörg Josef Wohlmann aus Dänschendorf bewirbt sich um einen Posten als Beisitzer im Vorstand des SPD-Landesverbandes in Schleswig-Holstein.

FEHMARN –mb– Er möchte etwas bewegen, sich einsetzen – das wird deutlich, wenn man mit Jörg Josef Wohlmann aus Dänschendorf spricht. Nun will sich der gebürtige Rheinland-Pfälzer, der seit 2014 fest auf Fehmarn wohnt, im SPD-Landesverband Schleswig-Holstein engagieren und hat pünktlich bis zur heutigen Deadline seine Bewerbung auf den Posten eines Beisitzers im Landesvorstand eingereicht. Elf Bewerber (Stand am Freitag) gibt es für die sieben Posten.

Erst vor rund 14 Tagen hat der 56-jährige Sozialdemokrat den Entschluss gefasst, zu kandidieren. „Ich hatte eigentlich gedacht, dass sich jemand aus Ostholstein aus der Deckung traut.“ Bis jetzt ist Wohlmann der einzige Ostholsteiner, der sich für einen Vorstandsposten bewirbt. Ändern kann sich das eigentlich nur noch durch eine kurzfristige Tischvorlage direkt zum Parteitag, der am 30. und 31. März in Norderstedt stattfindet.

Wohlmann, seit fast 20 Jahren in der SPD, bezeichnet sich selbst als konservativ und links – dies sei bestimmt durch die Werteordnung, die ihn schon ein Leben lang begleite. Konkret: „Konservativ, weil mir Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, teamorientiertes und zielstrebiges Arbeiten sowie ein solidarischer, respektvoller Umgang mit allen Menschen wichtig sind.“ Links im politischen Spektrum sehe er sich hingegen aufgrund seiner zukunftsorientierten, friedensstiftenden, den Menschen zugewandten Politik und des „Einsatzes für die Schwächeren in der Gesellschaft“.

Konkret empfindet der Dänschendorfer für die Gestaltung der politischen Zukunft Schleswig-Holsteins unter anderen Themen wichtig wie die Abschaffung der Kita-Gebühren, die Kindergrundsicherung, Bildung für alle sozialen Schichten, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und die Befassung mit der Bodenpolitik und ihren Folgen sowie den geplanten Bau der Festen Fehmarnbeltquerung.

Der gelernte Maurer, der seit der Jahrtausendwende Chef einer Baufirma war, ist einer von drei stellvertretenden Vorsitzenden im SPD-Ortsverein auf Fehmarn. Genau diesen Nukleus der Sozialdemokratie, gelte es zu stärken und zu betreuen. „Die Ortsvereine sind die Orte, in die der Landesvorstand genau hineinhören muss.“

Mit der Kandidatur verbindet Wohlmann auch den Glauben an den Erfolg seiner Partei an der Wahlurne. „Ich bin überzeugt, wir haben das Potenzial, bei Wahlen wieder erfolgreich zu sein. Wir müssen das Potenzial nur entsprechend kanalisieren.“

In Norderstedt wird sich Ende März zeigen, ob ein Ostholsteiner Erfolg hat und in den Vorstand der Nord-SPD einziehen kann.

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