Das Bundeskartellamt gab einer Beschwerde zweier norwegischer Reedereien statt. Fahren bald auch andere Fähren auf der Vogelfluglinie ?

Verfügung: Fährverbindung Puttgarden-Rødby muss für Mitbewerber geöffnet werden

Kartellamt will Wettbewerb

FEHMARN (nic) · Die Fährverbindung Puttgarden-Rødby muss für den Wettbewerb geöffnet werden. Das teilte das Bundeskartellamt gestern Nachmittag mit.

Noch mittags, auf dem Neujahrsempfang der Reederei Scandlines, lagen Terminalmanager Heiko Kähler in Sachen Konkurrenz auf der Vogelfluglinie keine neuen Erkenntnisse vor. „Wir haben hierzu bislang weder einen Bescheid und eine Begründung erhalten, noch wurde uns mitgeteilt, in welcher Größenordnung wir damit genötigt werden sollen, beispielsweise eines der vier Schiffe aus dem Verkehr zu nehmen, damit ein Wettbewerber Zugang in unseren Fahrplan bekommt“, hatte Heiko Kähler gesagt.

„Wir scheuen nicht den direkten Wettbewerb hier auf der Route. Wir sind lediglich der Meinung, dass ein Mitbewerber eigene Ideen und Investitionen umsetzen sollte und sich nicht in das gemachte Nest setzen darf. Dagegen werden wir uns wehren und auf eine Mitteilung der Kartellbehörde zu reagieren wissen“, stellte Heiko Kähler auf dem Neujahrsempfang in Aussicht.

Für ihn und alle anderen Scandlines-Mitarbeiter auf dem Neujahrsempfang dürfte die Verfügung des Bundeskartellamtes –  auch wenn das Verfahren bereits seit mehreren Jahren anhängig ist – letztendlich doch überraschend gekommen sein.

Das Bundeskartellamt hat der Scandlines Deutschland GmbH, Eigentümerin des Fährhafens Puttgarden und bisher einzige Anbieterin von Fährdienstleistungen auf dieser Strecke mit Beschluss vom 27. Januar 2010 also aufgegeben, anderen Fährunternehmen die Möglichkeit zu gewähren, einen weiteren Fährbetrieb auf der Strecke Puttgarden-Rødby einzurichten. Gegen ein angemessenes Entgelt sollen Wettbewerber Zugang zu den wesentlichen Einrichtungen erhalten, heißt es.

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