Fehmarn – die Insel der Kreativen: Zahlreiche Privatpersonen und Verkaufsstellen bieten Mund-Nase-Masken an

Kein Gesicht muss leer ausgehen

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Schick geschützt: Katja Schulz bietet Masken aus doppellagigem Stoff an. Sie sind waschbar und haben einen Nasendraht, sind also entsprechend anpassbar.

Fehmarn –mb– Wir haben in der letzten Woche gefragt, wo es auf Fehmarn Mund-Nase- Schutzmasken gibt, damit niemand ab morgen „oben ohne“ dasteht. Zahlreiche Personen, Organisationen und Unternehmen haben auf unseren Aufruf reagiert und uns entsprechende Kontakte mitgeteilt

Ab morgen (29. April) gilt auch im nördlichsten Bundesland eine Maskenpflicht beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen. Ausgenommen sind unter anderem Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, das Fahrpersonal in Bussen, Bahnen und auf Schiffen sowie Taxifahrer. Fahrgäste von Taxis müssen hingegen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Ziel der Verpflichtung durch die Landesregierung ist die Reduzierung des Risikos der unbemerkten Übertragung des Coronavirus. Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen, werden von der Maske, auch wenn sie aus Stoff ist, abgefangen.

Nicht jeder entwickelt spontan in der Pandemie ausreichende Fingerfertigkeiten, sich selbst eine Maske herzustellen. Manch einer hat auch einfach keine Lust. Egal, denn auf Fehmarn gibt es genug fleißige Schneiderlein. Das FT wollte in der letzten Woche wissen, wo all jene sich verstecken. Eine Zusammenstellung – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – gibt Aufschluss und sorgt für die Qual der Wahl.

Als erstes meldete sich der Camping- und Ferienpark Wulfener Hals auf unseren Aufruf, der Masken anbietet, deren Materialien zu 100 Prozent auf der Insel gekauft wurden, „um die Händler vor Ort zu unterstützen“, sagte Martina Schultz. Einfach anrufen (0437186280), direkt vor Ort oder über Facebook anfragen.

Fleißig produziert wird außerdem bei Familie Runknagel (043718889077), Birgit Herz (04372806244), Ulrike Thomsen (015774918949) und Katja Schulz (01725746220), die unter anderem auch gegen Porto versendet oder auf Fehmarn ab drei Masken liefert.

Auch auf unserer Facebookseite gab es nützliche Hinweise zu Verkaufsstellen. So postete Birgit Eggert, dass es Masken im Kaufhaus Stolz und bei Tedi gebe. Su Evers verwies auf wollgemacht-Expertin Christa Höpner (015786428041) und Stoffe für solche, die noch selber aktiv werden wollen, gibt es Regina Wiegert zufolge im „Elfenzwerg“ bei Janina Kreil (Breite Straße 35). Weiterhin verwies Katrin Kleingarn auf Astrid Lange-Hallmann (043721269) und „Fehmarn Rapskissen“ im Ratssollweg 19.

Viele Anbieter gaben zudem den Hinweis, auch unterschiedliche Größen im Angebot zu haben. Eins steht somit fest: Niemand auf Fehmarn muss ab morgen ohne Maske unterwegs sein. Obwohl der Satz nicht hundertprozentig richtig ist.

So gibt es auch auf Fehmarn Familien, für die es aufgrund finanzieller Sorgen schwierig ist, an Masken zu gelangen. Der Kinderschutzbund, Ortsverband Fehmarn, ruft daher dazu auf, Alltagsmasken für finanziell besonders belastete Familien in verschiedenen Größen zu nähen oder Geld dafür zu spenden. „Viele Familien können derzeit schon den täglichen Bedarf an Lebensmitteln kaum decken. Dazu käme nun die Notwendigkeit, Alltagsmasken beschaffen zu müssen, sagt die Ortsverbandsvorsitzende Birte Kaphengst, die unter 01752065923 erreichbar ist.

Weitere Orte, wo es Masken gibt

Insel-Kontor in Petersdorf, Grasweg 2: Gudrun und Harald Schumacher (01785974056) 

Lauris Kinderwelt in Neue Tiefe, Bürgermeister-Fox-Straße 50: Laura Kurt (lauris-kinderwelt.de) 

„Apfelblau“ Anne Müntz: Facebook („apfelblau“) oder per E-Mail (apfelblau-fehmarn@web.de) 

„Ein Bett im Norden“ in Burg, Osterstraße 7 und 10: Daniela Skerra (015222913167) 

Windkontor Fehmarn in Burg, Breite Straße 29: Sönke Thomsen (043718961202)

Spendenkonto für belastete Familien

An: Deutscher Kinderschutzbund Ortsverband Fehmarn e.V. IBAN: DE71 2139 0008 0001 0454 40 Verwendungszweck: Hilfe für belastete Familien

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