Hauptausschuss appelliert an Eigenverantwortung der Menschen / Thomsen: „Fehmarn first“

Keine Masken auf Gehwegen

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Ausschussvorsitzender Lars Hviid (M.) mit Bürgermeister Jörg Weber (l.) und Regionalmanager Jürgen Zuch.

Fehmarn – Von Andreas Höppner Die Einführung einer Maskenpflicht auf den teilweise engen Gehwegen in der Burger Altstadt wird es bis auf Weiteres nicht geben. Im Hauptausschuss, der sich mit diesem Thema in den letzten Wochen immer wieder auseinandergesetzt hat, herrscht die Ansicht vor, dass ein Appell an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen am sinnvollsten erscheint.

  • Appell an die Eigenverantwortung am sinnvollsten
  • Stände auf dem Marktplatz sorgen für etwas Entzerrung
  • Kein Betreiber eines Kinderkarussels auf Fehmarn
Lars Hviid (FWV), Vorsitzender des Hauptausschusses, hat zwar festgestellt, dass „die Sensibilität“ mit Corona bei vielen nachgelassen habe, er eine Maskenpflicht aber nicht befürworte. Einzig Marco Eberle (Grüne) hätte nichts gegen solch eine Maßnahme, wie sie beispielsweise das Nordseebad Büsum in der Fußgängerzone bis zum 23. August eingeführt hat.

Eine Einführung zum jetzigen Zeitpunkt hält Hans-Peter Thomsen (WUW) für „verfehlt“. Wenn, dann hätte die Stadt sie früher einführen müssen, denn mit dem Ende der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen würde die Zahl der Urlauber auf Fehmarn langsam weniger.

„Man muss einfach bereit sein, die Maske aufzusetzen und auf Abstand zu bleiben. Und man muss bereit sein, Menschen, die das nicht beherzigen, auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen“, machte Bernd Remling (SPD) deutlich. Dieser Meinung schloss sich auch Werner Ehlers (CDU) an, der aber zusätzlich forderte, sämtliche Werbeschilder zumindest vorläufig von den Gehwegen zu verbannen.

Bürgermeister Jörg Weber (SPD) erinnerte daran, dass der Versuch mit der Sperrung des Radweges, um Fußgängern mehr Platz zu bieten, nicht erfolgreich war. Für etwas Entzerrung auf den Gehwegen würden hingegen die drei Stände auf dem Marktplatz vor dem Rathaus sorgen, die Publikum anzögen. Teile des Ausschusses hätten sich bei der Auswahl der Anbieter jedoch eine andere Qualität gewünscht. Es sei „nicht das Gelbe vom Ei“ meinte Werner Ehlers, Marco Eberle hätte sich „was Schönes“ gewünscht, während Hans-Peter Thomsen polterte: „Fehmarn first.“ Er spielte darauf an, dass die Anbieter nicht von der Insel, sondern aus Bad Schwartau oder Eutin kämen.

„Wir sind angefragt worden“, zudem gebe es seines Wissens auf Fehmarn keinen Betreiber eines Kinderkarussells, konterte Jörg Weber die Einlassung Thomsens.

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