Eine Frau erhält eine Impfung.
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Auf Fehmarn wird es keine mobile Impfstation geben.

Impfzentren in einer Stunde erreichbar

Land lehnt mobile Impfstation auf Fehmarn ab

  • Andreas Höppner
    vonAndreas Höppner
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Das Gesundheitsministerium hat die Anfrage der Stadt Fehmarn nach einer mobilen Impfstation für die Senioren der Ü-80-Gruppe abgelehnt. Das Antwortschreiben wurde bei der Stadtvertretersitzung am Mittwoch (17. Februar) öffentlich gemacht.

  • Impfungen durch mobile Teams hätten bereits in den Alten- und Pflegeeinrichtungen stattgefunden.
  • Impfzentren in Lübeck und Eutin seien von Fehmarn aus in einer Stunde mit dem Pkw erreichbar.
  • Anfahrt zu den Impfzentren laut Minister Garg für einige Menschen „eine große Herausforderung“.

Fehmarn – Auf Fehmarn wird für Senioren der Ü-80-Gruppe keine mobile Impfstation eingerichtet. Das geht aus einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine vor rund vier Wochen gestellte Anfrage der Stadt Fehmarn hervor. In der Sitzung der Stadtvertretung am Mittwoch hatten sämtliche Stadtvertreter das Schreiben aus Kiel vor sich auf dem Tisch liegen.

Antwort ist „mehr oder weniger die Absage“

Das sei „mehr oder weniger die Absage“, fasste Bürgermeister Jörg Weber (SPD) zusammen. Das Ministerium verwies in seiner Antwort darauf, dass durch mobile Teams bereits in den Alten- und Pflegeeinrichtungen Impfungen stattgefunden hätten und dies „dank der Fehmarn mit dem Festland verbindenden Brücke“ unproblematisch möglich gewesen wäre.

Die an die zuständigen Kreisverwaltungen gerichtete Vorgabe des Landes, dass Impfzentren binnen einer Pkw-Stunde erreichbar sein sollen, sei ebenfalls erfüllt. Von Fehmarn könnten binnen einer Stunde die Impfzentren in Eutin und Lübeck erreicht werden. Ab 1. März nach Eröffnung der Impfzentren in Bad Schwartau und Lensahn könne die Fahrzeit merklich verkürzt werden, auch das Impfzentrum in Plön sei binnen einer Stunde erreichbar, heißt es von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP).

Heiner Garg: Wäre eine Bevorteilung, die nicht zu rechtfertigen ist

„Eine aufsuchende Impfung durch ein mobiles Team, bei der ein Großteil der berechtigten Personen auf der Insel Fehmarn geimpft wird, würde die Bürgerinnen und Bürger vor Ort gegenüber allen anderen Schleswig-Holsteinern deutlich bevorteilen und wäre nicht zu rechtfertigen“, so Garg, der jedoch einräumt, dass die Anfahrt zu den Impfzentren für einige der Impfberechtigten und deren Angehörigen „eine große Herausforderung“ sei. Doch auch in anderen Landesteilen wie Dithmarschen, Nordfriesland oder Herzogtum Lauenburg müsse für das Erreichen der Impfzentren „eine gewisse Zeit“ eingeplant werden.

AWO sorgt mit dem Bürgerbus für Beförderung zum Impfzentrum nach Lensahn

So bleibt es bei dem Angebot der AWO Fehmarn, für Ü-80-Senioren, die keine Möglichkeit haben, ab 1. März das Impfzentrum in Lensahn aufzusuchen, einen Impftermin zu vereinbaren und für eine Beförderung mit dem Bürgerbus zu sorgen. „Voraussetzung ist, dass die Personen bereits ihre PIN (Persönliche Identifikationsnummer) der AWO mitgeteilt haben“, so der 1. Vorsitzende Heinz Lange.

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