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Drogenschmuggel auf Fehmarn gestoppt: Zoll stellt 580 Kilogramm Haschisch sicher

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Von: Lars Braesch

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Rund 580 Kilogramm Haschisch konnte der Zoll im Fährhafen Puttgarden sicherstellen. © Zoll, Hauptzollamt Kiel

Der Zoll konnte auf Fehmarn Haschisch im Wert von 5,8 Millionen Euro in einem Kleintransporter mit polnischem Kennzeichen sicherstellen.

Fehmarn – „Es ist einer der größten Drogenfunde auf der Vogelfluglinie“, erklärte Gabriele Oder, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Kiel, auf Nachfrage. Der Zoll stellte bei einer Fahrzeugkontrolle am 2. Oktober im Fährhafen Puttgarden rund 580 Kilogramm Haschisch in einem Kleintransporter, der von Spanien auf dem Weg nach Schweden war, sicher.

„Die Zöllner kontrollierten die Ladung eines Kleintransporters mit polnischen Kennzeichen“, schilderte die Pressesprecherin den Einsatz. Laut Frachtbrief seien in Spanien Gipsplatten geladen worden. Ein Paket sei zwischen der Ladung versteckt gewesen. Beim Öffnen des Pakets hätten die Zöllner den typischen Geruch von Haschisch wahrgenommen. Es folgte die komplette Durchsuchung des Fahrzeuges. Dabei fand der Zoll noch 57 weitere Pakete. Der Test auf Haschisch war positiv. „Das sichergestellte Haschisch hat einen geschätzten Straßenverkaufswert von rund 5,8 Millionen Euro“, bilanzierte Oder.

Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen und am 3. Oktober dem Haftrichter beim Amtsgericht Lübeck vorgeführt. Wegen des dringenden Verdachts der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gemäß Paragraf 30 Absatz 1 Nummer 4 Betäubungsmittelgesetz und des Haftgrundes der Fluchtgefahr erließ der Haftrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl. Der Mann wurde in die Justizvollzugsanstalt Lübeck überführt.

„Die Sicherstellung von knapp 600 kg Haschisch ist ein großer Erfolg und zeigt, dass Zollkontrollen des grenzüberschreitenden Verkehrs auch innerhalb der EU notwendig sind“, so Robert Dütsch, Leiter des Hauptzollamts Kiel.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Lübeck führt das Zollfahndungsamt Hamburg mit Sitz in Kiel die weiteren Ermittlungen.

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