ASB und Wing-Tsun-Schule rufen Projekt „Kinderinsel“ ins Leben / Start auf Fehmarn

Kinder, Kinder

+
Treffen mit den Sponsoren der „Kinderinsel“: Justin Scheel (v.l.), Andreas Guttkuhn, Jörg Buchwald, Elke Sönnichsen und Hartmut Kohls.

Fehmarn – Von Simone Walper An einigen Geschäften in Burg ist der auffällige rot-gelbe Aufkleber mit der Aufschrift „Kinderinsel“ schon zu sehen. „Weitere werden folgen“, freuen sich Elke Sönnichsen, Geschäftsführerin des Regionalverbandes Ostholstein des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), und Jörg Buchwald, Leiter mehrerer Wing-Tsun-Schulen im Kreis

Die Idee hinter dem Projekt „Kinderinsel“ erklären die beiden Initiatoren im Gespräch mit dem FT: „Falls sich ein Kind mal verläuft oder auf dem Weg von der Schule nach Hause stürzt oder sich bedroht fühlt, bekommt es in den Geschäften, die einen Projektaufkleber im Fenster haben, auf jeden Fall Hilfe.

Die Anlaufstellen sind mit einem kleinen Erste-Hilfe-Set und einem Leitfaden zum Vorgehen, wenn Kinder in Not sind, ausgestattet. „Wir wollen den Kindern auf diese Weise mehr Sicherheit im öffentlichen Raum geben“, erläutert Buchwald und Sönnichsen ergänzt: „Auch beim ASB haben wir natürlich die Kinder im Fokus. Und als Jörg Buchwald mit der Idee, die er aus Süddeutschland mitgebracht hat, auf uns zukam, waren wir ganz begeistert, weil es so etwas hier ja noch nicht gibt.“

Und dann sind die beiden Initiatoren der „Kinderinsel“ losgezogen, um das Projekt in die Schulen Fehmarns zu bringen. Schließlich müssen ja die Kinder darüber informiert sein, um das Angebot im Bedarfsfall nutzen zu können. „Wir freuen uns, dass die beiden Grundschulen in Landkirchen und in Burg mitmachen“, berichten die Organisatoren. Die Schulleitungen seien sofort begeistert gewesen und hätten den Aufkleber auch an der Schule und der OGS platziert. Und zum Projektstart haben knapp 350 Grundschüler auf Fehmarn eine Brotdose mit dem „Kinderinsel“-Aufkleber und einer Information für die Eltern erhalten.

Insgesamt wurden 500 hochwertige Brotdosen mit Aufkleber in Auftrag gegeben. Die Kosten von insgesamt 1000 Euro haben die drei Sponsoren Richter Baustoffe, Edeka Guttkuhn und HZF Bauzentrum übernommen. So sind sich denn auch alle einig, dass dies eine gute Sache sei. „Das ist auf jeden Fall nachahmenswert in anderen Gemeinden. Es muss nur weit genug nach draußen getragen werden, dass die Kinder auch wissen, wo im Notfall eine Anlaufstation ist“, sagt Andreas Guttkuhn und ergänzt: „Und wenn nur ein Kind das nutzt, dann hat es sich schon gelohnt.“ Dem pflichtet HZF-Marktleiter Hartmut Kohls bei: „Das ist auf jeden Fall ein guter Start. Aber wir müssen für die Sicherheit der Kinder noch mehr machen.“

„Bisher machen gut zehn Geschäfte mit und es werden mehr“, erzählt Buchwald. All diejenigen, die sich am Projekt beteiligen möchten und einen Aufkleber ins Schaufenster oder an die Ladentür kleben möchten, können sich gern an Elke Sönnichsen (01743009765) oder Jörg Buchwald (01726110220) wenden.

„Das Projekt soll es aber nicht nur auf Fehmarn geben, sondern irgendwann einmal in ganz Deutschland“, hat sich der Wing-Tsun-Schulleiter vorgenommen. Dazu nickt ASB-Geschäftsführerin Sönnichsen. Und so tragen sie die Idee im nächsten Schritt nach Heiligenhafen und weiteren Orten im Kreis. Anschließend soll das Projekt in ganz Schleswig-Holstein und später deutschlandweit fortgeführt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.