Freiheitsstrafe von zwei Jahren

Kinderpornografie: Bewährung für Fehmaraner

FEHMARN -lb- Das Amtsgericht Oldenburg verurteilte am Mittwoch unter dem Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Dr. Marcel Welzel einen 45-jährigen Insulaner wegen Verbreitung kinderpornografischer Schriften sowie versuchten sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Aufgrund einer überlangen Verfahrensdauer setzte das Gericht die Strafe zur Bewährung aus.

„Gemäß der Vollstreckungslösung des Bundesgerichthofes gelten drei Monate als vollstreckt“, erklärte Richter Dr. Welzel auf FT-Nachfrage. Die Bewährungszeit wurde auf drei Jahre festgesetzt. Zudem wurde der Mann zu 300 Arbeitsstunden verurteilt und erhielt vom Gericht eine Therapieauflage. Insgesamt klagte die Staatsanwaltschaft Lübeck durch die Erste Staatsanwältin Meike Böckenhauer 16 Taten an. Der Angeklagte tauschte im Internet Bilder von entblößten zwölfjährigen Mädchen aus. Bei der letzten Tat chattete der Fehmaraner mit einer Polizistin. Der Verurteilte dachte, er würde mit einer Zwölfjährigen Kontakt haben und forderte sie im Chat auf, sich zu entblößen. „Deshalb blieb es bei dem Versuch“, erklärte Dr. Welzel weiter.

Der Mann habe ein umfangreiches Geständnis abgelegt, was sich strafmildernd auswirkte. Strafrechtlich sei der Mann bisher nicht in Erscheinung getreten. Verteidigung und Staatsanwaltschaft erklärten nach der Urteilsverkündung jeweils Rechtsmittelverzicht, sodass das Urteil rechtskräftig wurde. „Es handelte sich um Kinderpornografie im unteren bis mittleren Bereich“, so der Amtsgerichtsdirektor abschließend.

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