15-jähriger Urlauber aus der Tschechischen Republik am Grünen Brink ins Wasser gestürzt

Kiter aus Lebensgefahr gerettet

+
Das Seenotrettungsboot „Romy Frank“ rettete einen 15-jährigen Kitesurfer am Grünen Brink aus Lebensgefahr. Der Junge war ins Wasser gestürzt und kam nicht mehr selbst zurück aufs Board.

Fehmarn – Die ehrenamtlichen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) von der Station Puttgarden haben heute (11. August) einen jungen Kitesurfer aus Lebensgefahr gerettet.

  • Junge trieb schnell in westlicher Richtung ab
  • Hubschrauber benötigte einige Zeit für den Anflug
  • Kiter erleidet Schock und eine leichte Unterkühlung
Der 15-jährige Urlauber aus der Tschechischen Republik war nach einem Sturz ins Wasser nicht mehr selbst aufs Board gekommen. Durch die starke Windströmung im Fehmarnbelt wurde er schnell in westlicher Richtung vom Grünen Brink, einem bei Kitern beliebten Küstenabschnitt auf Fehmarn, abgetrieben.

Schwierigkeiten des Jungen wurden bemerkt

Ein Kitesurfer, der die Schwierigkeiten des Jungen bemerkte, selbst aber nicht helfen konnte, surfte an Land und löste kurz nach 13 Uhr den Alarm aus.

Mit dem Seenotrettungsboot „Romy Frank“ liefen die Seenotretter kurz nach der Alarmierung aus. Gleichzeitig wurde ein Hubschrauber angefordert, der jedoch einige Zeit für den Anflug ins Einsatzgebiet benötigte.

Die Seenotretter fuhren Suchmuster und mussten in dem von Kitesurfern dicht befahrenen Revier mehrere Personen anfahren. Schließlich fanden sie den Kiter um 14 Uhr etwa dreieinhalb Seemeilen (sechs Kilometer) weit draußen. Das Segel war so weit im Wasser, dass es vom Seenotrettungsboot aus kaum sichtbar war, ebensowenig die schwarze Neopren-Bekleidung des Kiters. Der Junge hatte sich so fest in den Kiteleinen verfangen, dass die Seenotretter ihn mit Kite und Board durch die Bergepforte in das Seenotrettungsboot holen mussten.

Erst dort konnten sie ihn von seiner Ausrüstung befreien. Er wurde sofort an Bord notfallmedizinisch versorgt, da zur dreiköpfigen Seenotretterbesatzung sowohl eine Rettungsassistentin wie auch ein Rettungssanitäter gehörten.

Der Junge hatte einen Schock erlitten und eine leichte Unterkühlung. In Puttgarden wurde er um 14.25 Uhr deshalb sofort zum Weitertransport ins Krankenhaus an den Landrettungsdienst übergeben.

Die Wassertemperatur im Revier beträgt derzeit etwa 18 Grad, die Lufttemperatur rund 25 Grad.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.