Mario Rodwald holte sich seinen siebten Meistertitel – Susanne Brill kämpfte sich an die Spitze

Kitesurfer kürten ihre Meister

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Christine Bönniger ist Deutsche Meisterin in der Disziplin Race, vor Annett Bremer (links) und Heike Wycisk.

FEHMARN - joh -  Sommer, Sonne, Strand – die perfekten Voraussetzungen für ein gelungenes Wochenende auf Fehmarn. Doch manchmal darf es auch gerne eine gewisse Portion Wind sein, dann schlägt auch das Herz der Kiter höher. Dieser fehlte in den letzten Tagen während des Tourstopps der Kitesurf-Trophy, auf dem die deutschen Meister gekürt worden, allerdings überwiegend. Ein Besuch lohnte dennoch.

Vor mehreren tausend Zuschauern konnten am Südstrand dennoch einige spannende Rennen gefahren werden. Der Rendsburger Mario Rodwald holte sich den siebten Meistertitel im Freestyle, Susanne Brill aus St. Peter-Ording dominierte diese Disziplin bei den Frauen. Florian Gruber (Garmisch-Partenkirchen) und Christine Bönniger (Kiel) sind Deutsche Meister im Course-Race. Nach Regen im vergangenen Jahr standen die Sterne für das Finale der Deutschen Kitesurf-Meisterschaften auf Fehmarn in diesem Jahr besser. Schönstes Strandwetter. Die besten Kitesurfer Deutschlands hatten sich zum dritten und letzten Tourstopp der Meisterschaftsserie am Südstrand getroffen. Gekürt wurden die Meister in den Disziplinen Course-Race und Freestyle. Einige der angetretenen Race-Spezialisten werden schon jetzt als mögliche Teilnehmer an den Olympischen Spielen 2016 gehandelt. Course-Racing soll in vier Jahren olympische Disziplin werden. Mario Rodwald bewies auch in dieser Saison, dass er zurzeit in Sachen Freestyle in Deutschland das Maß aller Dinge ist. Kein anderer deutscher Kitesurfer springt die Sprünge mit so viel Präzision wie der Rendsburger. Durch seine beiden ersten Plätze bei den ersten beiden Stationen der Kitesurf-Trophy in Damp und Holnis konnte er sich trotz der schwierigen Windbedingungen auf Fehmarn zum siebten Mal in Folge den Deutschen Meistertitel sichern. Zweiter hinter Mario Rodwald bei den Freestylern wurde Nils Wesch (Langballig), auf Platz drei landete Christian Brill (St. Peter-Ording).

„Mit dem Titel Deutscher Meister im Gepäck gehe ich jetzt hoch motiviert in die nächsten Wettkämpfe bei der Europameisterschafts-Serie ‚MINI Kitetour Europe‘ am kommenden Wochenende in Holland“, verriet Mario Rodwald nach seinem Sieg. Von den schwierigen Windbedingungen profitierte Susanne Brill aus St. Peter-Ording. Weil die favorisierte Sabrina Lutz (Hamburg) in ihrem Wertungslauf mit den Bedingungen nicht so gut klar kam, schob sich Brill auf Platz eins und wurde so überraschend Deutsche Kitesurf-Meisterin im Freestyle. „Nach dem Vize-Titel im vergangen Jahr, jetzt der Meistertitel. Da haben sich die vielen Trainingsstunden auf dem Wasser gelohnt“, so Brill. Platz zwei geht an Christine Bönniger (Kiel). Sabrina Lutz wurde Dritte. Linus Erdmann (Hamburg) holte sich bei den Junioren den Meistertitel im Freestyle. Er verwies Tom Schiffmann (Kiel) und Femi Collins (St. Peter-Ording) auf die Plätze zwei und drei.

Florian Gruber und Christine Bönniger wurden ihren Favoritenrollen im Course-Race gerecht. Beide hatten sich auch beim ‚MINI Kitesurf Worldcup‘ auf Sylt sehr erfolgreich gegen die internationale Elite behaupten können und fahren bei der ‚MINI Kitetour Europe‘ um den Europameistertitel mit. Florian Gruber war im vergangenen Jahr noch Juniorenmeister im Race geworden. Christine Bönniger konnte ihren Meistertitel aus dem vergangenen Jahr erfolgreich verteidigen. Der Bayer und die Norddeutsche werden schon jetzt als heiße Anwärter für ein Ticket für die Olympischen Spiele 2016 in Rio gehandelt. Auf den Plätzen zwei und drei landeten bei den Herren Benni Bölli und Darian Rubbel. Bei den Damen schaffte es Annett Bremer (Hamburg) auf Platz zwei und Heike Wycisk (Berlin) auf Platz drei. Florian Gruber: „Die Teilnahme an den Olympischen Spielen ist für jeden Sportler ein Traum. Aber fürs Erste reicht es mir auch, einen Meistertitel mit nach Bayern zu nehmen.“ Auch Christine Bönniger hat schon die Olympischen Spiele im Auge: „Die Deutsche Meisterschaft war die Pflicht. Der große Traum und das erklärte Ziel ist Olympia 2016.“ Schnellster Junior war Jannis Maus (Oldenburg). Er sicherte sich den Meistertitel vor Jan Bremer (Hamburg) und Niklas Christiansen. Der erste Tag des Tourstopps auf Fehmarn, der Freitag, fing vielversprechend an. Der Wind kam aus Nordost, allerdings etwas böig, aber dennoch reichte es bis zu den Halbfinals bei den Damen und Herren. Die Favoritin bei den Damen in der Kategorie Freestyle, Sabrina Lutz, hatte, wie schon erwähnt, Pech. Sie kam mit den böigen Bedingungen nicht so gut klar und musste sich im Viertelfinale gegen Nadine Reimers geschlagen geben. Zu einem Halbfinale bei diesem Tourstopp kam es nicht mehr. Am Sonnabend war Flaute. Auch die Männer konnten die Rennen auf Fehmarn nicht zu Ende fahren. Für den Tourstopp auf Fehmarn gab es demnach viele erste Plätze. Die Racer wurden am Sonnabend dreimal über den Bojenkurs geschickt. In allen Rennen dominierten die Favoriten Florian Gruber und Christine Bönniger. Die Kiter waren am Sonnabend nicht auf dem Wasser, sondern am Strand zu finden. Und da wurden dann von der einen oder anderen Dame auch mal die Häkelnadeln herausgeholt. Aber so waren alle gut ausgeruht für die Kite-Trophy-Party im Vibes. Gestern waren die Bedingungen dann besser, sodass noch Rennen in der Disziplin Race gefahren werden konnten; dann ging es zur Siegerehrung.

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