Unfall vor der Fehmarnsundbrücke mit einem Schwerverletzten / Sperrung der B207

Lkw kollidiert frontal mit Pkw

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Völlig zerstört: Der Fahrer des blauen Opel Zafira wurde mit schweren Verletzungen per Hubschrauber in die Uni-Klinik geflogen.

Fehmarn – arj/mb – Auf der Bundesstraße 207 ereignete sich am Dienstagabend gegen 18.45 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall. Rund 200 Meter vor der Fehmarnsundbrücke in Richtung Festland stießen ein Lkw und ein Pkw frontal zusammen. Der Autofahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste mit dem Hubschrauber in ein Lübecker Krankenhaus geflogen werden.

Laut Aussagen von Polizei und Feuerwehr habe der niederländische Fahrer mit seinem Lkw offenbar den stockenden Verkehr übersehen, konnte seinen Sattelzug nicht mehr rechtzeitig abbremsen und lenkte ihn in den Gegenverkehr. Dort kollidierte der 22-jährige Niederländer mit einem blauen Opel Zafira aus Hessen und schob den Pkw in die Außenleitplanke. Der 53-jährige Fahrer hatte keine Chance auszuweichen. Während der Lkw-Fahrer nur leicht verletzt vor Ort versorgt wurde, erlitt der Pkw-Fahrer erhebliche Verletzungen und musste mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 12“ in die Universitätsklinik Lübeck geflogen werden.

Zuvor mussten die Feuerwehren Burg, Landkirchen und Süderort allerdings den Fahrer des Opels befreien. Der Autofahrer sei nicht schwer eingeklemmt gewesen, so Gemeindewehrführer Volker Delfskamp, musste allerdings mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden, denn die Fahrertür war durch den Zusammenstoß mit dem Lkw stark deformiert.

Beide Fahrzeuge waren nach dem Frontalcrash nicht mehr fahrbereit und mussten durch ein Abschlepp- unternehmen geborgen werden. Erschwerend kam hinzu, dass der Sattelauflieger beladen war.

Durch die Vollsperrung der B207 für über zwei Stunden kam es auf beiden Seiten zu einem massiven Rückstau. Der Bahnverkehr zwischen Puttgarden und Lübeck musste für eine Stunde unterbrochen werden, damit die Feuerwehrkräfte die Befreiung des Pkw-Fahrers besser angehen konnten.

Warum der Lkw-Fahrer das Stauende übersehen hatte, ist laut Polizeiangaben noch unklar. „Die Beamten der Polizeistation Fehmarn leiten ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren ein“, so Pressesprecherin Vanessa Gräfin von Hahn. Die Höhe des Sachschadens schätzt die Polizei auf mindestens 15000 Euro.

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