42000 Besucher beim Kitesurf World Cup

Kommen die Könige der Lüfte wieder?

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Top-Sportler, die nur der Kitesurf World Cup nach Fehmarn bringt: Mikaili Sol, 13-jährige Brasilianerin, die am Südstrand den Weltmeistertitel bei den Air Games holte.

FEHMARN -hö- Mit der offiziellen Siegerehrung ging am Dienstagnachmittag der Mercedes-Benz Kitesurf World Cup (KWC) auf Fehmarn zu Ende. Fünf Tage lang haben die besten Kitesurfer der Welt mit atemberaubenden Sprüngen der Schwerkraft ein Schnippchen geschlagen, für sportliche Höchstleistungen und eine tolle Show gesorgt. Rund 42000 Besucher, die in den vergangenen fünf Tagen zum Südstrand pilgerten, haben sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen.

Die Brasilianer Carlos Mario und die erst 13 Jahre alte Mikaili Sol setzten sich mit atemberaubenden Luftfahrten und waghalsigen Board-Off-Sprüngen bei optimalen Bedingungen bereits am Montag gegen die internationale Konkurrenz durch. Bevor die besten Kitesurfer der Welt am Finaltag ausgezeichnet wurden, präsentierten die Sportler ihre spektakulärsten Moves beim Mercedes-Benz Kicker Champion auf der Ostsee. Der Schweizer Maxime Chabloz gewann die Show-Session.

Am Dienstag wurden die neuen Könige der Lüfte bei der großen Siegerehrung auf der Eventbühne ausgezeichnet. Carlos Mario und Mikaili Sol faszinierten über die fünf Veranstaltungstage Fans und Punktrichter und krönten sich so zu den Champions in der Disziplin Air Games. „Ich freue mich sehr über meinen dritten Weltmeistertitel. Die Fans haben uns auf dem Wasser unfassbar gepusht“, sagte Mario. „Ich brauchte einige Zeit, um das alles zu realisieren. Es ist ein unglaubliches Gefühl“, erklärte Sol. Der Mercedes-Benz Kitesurf World Cup war das Finale der GKA Kiteboarding World Tour.

Neumann: Verkürzung auf fünf Tage hat sich bewährt

Und die Könige der Lüfte sollen wiederkommen nach Fehmarn. Das ist jedenfalls die Absicht von Matthias Neumann, Geschäftsführer der veranstaltenden Agentur Act Agency. „Die Verkürzung auf fünf Tage und die Beschränkung auf ein langes Wochenende hat sich bewährt“, so Neumann. Das sei, abgesehen von Sylt, auch Standard bei anderen Veranstaltungen. Und Fehmarn habe sich als Standort für den World Cup von seiner besten Seite gezeigt. Und sportlich sei die Leistung der Kiter „à la bon heure“ gewesen, schwärmt Neumann, der mit seinem Team in den nächsten Wochen in aller Ruhe analysieren will, in welcher Form zu optimieren ist. Gegenüber dem FT outete sich Neumann als Fan der neu konzipierten spektakulären Disziplin Air Games. Auf jeden Fall wolle man die gute Zusammenarbeit mit dem Tourismus-Service Fehmarn (TSF) fortsetzen, streckte der Act-Agency-Geschäftsführer schon einmal die Hand aus.

Zu einem Selbstgänger dürften die Gespräche aber nicht werden, denn bereits im letzten Jahr hatte der Tourismusausschuss erst im zweiten Anlauf grünes Licht gegeben für einen zehntägigen KWC, der von Act Agency erst wenige Wochen vor dem Veranstaltungstermin wegen fehlender Sponsorengelder – überraschend für den TSF – auf fünf Tage zusammengstrichen worden war.

Die Entscheidung, ob und in welcher Form es weitergeht, darüber wird vermutlich erst im Herbst eine Aussage getroffen. Möglicherweise auch erst am 20. November, wenn der Touurismusausschuss über den Wirtschaftsplan des TSF für das Jahr 2019 berät.

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