Lockerungen für Einzelhandelsgeschäfte, aber nicht für den Tourismus

Kontaktbeschränkungen bis 3. Mai

Kiel – dpa – Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus werden die seit Wochen geltenden Kontaktbeschränkungen für die Menschen auch in Schleswig-Holstein für weitere zwei Wochen bis mindestens 3. Mai verlängert. Zudem bleibe das nördlichste Bundesland auch weiterhin für Touristen und Zweitwohnungsbesitzer gesperrt, teilte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) gestern Abend in Kiel nach einer vierstündigen Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs mit.

Als Lockerung werden auch in Schleswig-Holstein Einzelhandelsgeschäfte bis 800 Quadratmeter ab 20. April (Montag) öffnen können. Die Beschränkung der Größe gelte aber nicht für Buchhandlungen, sagte Günther. Schulen und Kitas bleiben jedoch bis 4. Mai (Montag) grundsätzlich geschlossen. Wie geplant sollen aber die Abiturprüfungen ab 21. April (Dienstag) in Schleswig-Holstein beginnen. In den prüfungsfreien Tagen werde es Unterricht geben für die Abschlussjahrgänge, sagte der Ministerpräsident.

Die Betreuungsangebote für Kinder von Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, sollen künftig auch für weitere Berufsgruppen gelten. „Wir werden das deutlich ausweiten“, sagte Günther, der vor allem auch für Alleinerziehende Erleichterungen schaffen will.

Schleswig-Holstein unterstützt zudem die Aufforderung von Bund und Ländern, künftig Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel zu tragen. „Die Empfehlung ist ganz klar: Ja das zu machen“, sagte Günther. Großveranstaltungen sollen bis 31. August (Montag) in Deutschland nicht stattfinden. Als ein konkretes Beispiel für Schleswig-Holstein nannte Günther das Heavy Metal Festival in Wacken im Kreis Steinburg, zu dem jedes Jahr etwa 80000 Musikfans kommen.

In einer nächsten Runde am 30. April wollen Bund und Länder beraten, wie es mit dem Tourismus und der Gastronomie weitergehen soll.

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