Ostholstein hat nach Meinung von Landrat Sager (CDU) Anspruch auf besondere Hilfen:

Kreis will unter den Schirm

FEHMARN - Von Heiko Witt - Ostholstein möchte Geld aus dem „Entschuldungsfonds“ des Landes, auch Rettungsschirm für finanzschwache Kommunen genannt. Der Kreis habe auf Grundlage des neuen Kommunalhaushaltskonsolidierungsgesetzes Anspruch auf besondere Hilfen, so Landrat Reinhard Sager (CDU).

Das würde einen weiteren Kraftakt erforderlich machen, so der Landrat, denn es müssten alle Sparmaßnahmen getroffen werden. Mitmachen wolle der Kreis, denn anderenfalls gebe es keine Fehlbedarfszuweisungen mehr. Er spüre eine Zange, so Sager, der dann einräumt: "Das wird alles viel, viel schwieriger alles gedacht."

Die Konsolidierung sei schon in allen Bereichen umgesetzt – bis auf den Kreisumlagesatz, der 2012 stabil bleibe. Die Kreisumlage liege mit 35,0 Prozent knapp unter dem Landesdurchschnitt von 35,9.

Trotzdem übrigens steigt die Verschuldung immer weiter an.

Der Kreis bemühe sich um eine adäquate Ausgestaltung der Richtlinien beim Innenministerium in Kiel.

Sager freue sich über gestiegene Einnahmen der Kommunen, die über die Umlage zu Mehreinnahmen des Kreises von fünf Millionen Euro geführt hätten.

Kein Thema ist in derzeit eine Kreisgebietsreform. Weder die schwarz-gelbe Regierung noch SPD-Spitzenkandidat Albig wollen mögliche Einsparpotenziale nutzen, die eine Zusammenlegung von Kreisen laut diverser Gutachten mit sich brächten. Landrat Reinhard Sager zweifelte die Einsparpotenziale auf unsere Nachfrage sogar an.

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