Tourismusausschuss: Maßnahmen vorgestellt / Binnenseepromenade kommt gut voran

TSF krempelt die Ärmel hoch

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Kein Stein bleibt auf dem anderen: Die Bauarbeiten an der neuen Binnenseepromenade in Burgtiefe – hier der Abschnitt östlich vom Sailor‘s Inn – sind im Zeitplan.

FEHMARN –  Von Manuel Büchner „Wir sanieren und erneuern an allen Ecken und Enden“, verkündete Tourismusdirektor Oliver Behncke am Dienstagabend im Tourismusausschuss und belegte dies anhand zahlreicher Beispiele.

So sei mittlerweile das zuständige Ingenieurbüro mit der Wiederherstellung der Deichkronenwege beauftragt. Dabei geht es um insgesamt 15 Kilometer – zwölf zwischen Puttgarden und Westermarkelsdorf und drei südlich von Wallnau. „Zurzeit sind dort nur Spurrillen vorhanden. Wir werden das so ausbauen, dass sich zwei Fahrradfahrer ungestört entgegenkommen können“, so Behncke. Die Maßnahme, eine Kooperation zwischen Tourismus-Service (TSF) und Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN), soll bis Mai fertiggestellt sein.

Ebenfalls beauftragt wurde die Stegerneuerung am Südstrand. Investiert werden 180000 Euro. „Die beiden Stege sind mit Ausnahme der Träger völlig marode und werden neu aufgebaut.“ Hinzu kämen Beleuchtung und Sitzgelegenheiten sowie partiell Geländer. Ebenfalls marode sind die Molen in Meeschendorf. Für 70000 Euro ist eine Fachfirma mit der Sanierung beauftragt. Fertigstellung beider Vorhaben im Mai.

Die Sandberge aus der Fahrrinne vor Burgstaaken habe man nochmals beproben müssen. „Es ist unbelastet und wir sind um 500 Euro ärmer, aber können jetzt loslegen.“ Neu sei für den Tourismuschef gewesen, dass man bei einer kleinen Verwallung für eine Hecke von 350 Meter vom Kreis eine Baugenehmigung benötige.

Ebenfalls ein wenig kurios: Vor rund drei Wochen hat der TSF die Genehmigung der Oberen Naturschutzbehörde erhalten, um in Gollendorf zwei Rampen am Deckwerk herzustellen, die gute Zugänge zum Wasser schaffen. Außerdem habe man die Genehmigung von LKN, Wasserschifffahrtsverwaltung und Hauptzollamt sowie Kreisbauamt gebraucht. „Die Maßnahme ist ein Mini-Bauwerk, aber trotzdem mussten wir ein Gutachten in Auftrag geben, das 8000 Euro gekostet hat“, sagte Behncke stirnrunzelnd in Anbetracht der Tatsache, dass nur rund vier Quadratmeter Wasser überbaut werde. An den Kosten von 20000 Euro für die Rampen wolle man Dritte beteiligen.

In Bojendorf ist jetzt die Ausschreibung von Gastrogebäude und Strandkorbvermietung erfolgt. „Drei bis vier mündliche Interessenbekundungen liegen uns bereits vor. Wir haben gute Voraussetzungen geschaffen und hoffen auf einen ähnlichen Erfolg wie am Grünen Brink.“

Apropos: Die dortige Beltbude soll für 80000 Euro eine erweiterte Terrassenanlage (60 m2) gen Westen samt neuer Treppe mit Pergola erhalten. „Wir haben von Anfang an gesagt, wir wollen den Standort stärken“, so Behncke.

Auch zum Großprojekt in Burgtiefe, der Neugestaltung der Binnenseepromenade, konnte Behncke in seinem Rundumschlag etwas sagen. „Aktuell haben wir dort eine riesige Mondlandschaft und arbeiten an drei Parkplätzen gleichzeitig.“ Die Asphaltkolonne erwarte man Mitte März für alle Zuwegungen.

Erfreulicherweise konnte der Tourismusdirektor außerdem mitteilen, dass die Arbeiten sehr gut vorankommen. „Es bestehen gute Chancen, dass wir mit den Tiebauarbeiten noch in diesem Jahr fertig werden.“

Hinsichtlich der Finanzen ist ebenfalls alles auf Kurs. „Der Rahmen von 12,7 Millionen Euro ist für uns fix“, sagte Behncke gestern gegenüber dem FT. Alle Ausschreibungen seien raus. Unerwartete Mehrkosten müsse man gegebenenfalls an anderer Stelle des Projektes einsparen.

Ein Teil der Fördermittel von insgesamt sechs Millionen Euro seien für das Vorhaben bereits geflossen. „Im letzten Jahr hatten wir 1,5 Millionen Euro erhalten, kürzlich kamen 350000 Euro dazu, und im Sommer werden wir die restlichen 2,2 Millionen Euro für dieses Jahr erhalten“, rechnete Behncke vor.

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