Feuerwehren im Einsatz auf Recyclinghof in Puttgarden / Selbstentzündung vermutlich Brandursache

500 Kubikmeter Restmüll brennen

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Mit der Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Burg wurde der Brand auf dem Recyclinghof aus luftiger Höhe bekämpft.

FEHMARN - arj/hö - Am Donnerstagabend um 20.25 Uhr wurden einige Feuerwehren der Insel Fehmarn zu einem Brand in Puttgarden gerufen. Auf dem Recyclinghof der Firma Von Schönfels brannte ein etwa 500 Kubikmeter umfassender und bereits geschredderter Restmüllberg. Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden.

Als die Einsatzkräfte auf dem Gelände des Recyclinghofes eintrafen, schlugen aus dem Müllhaufen große Flammen in den dunklen Nachthimmel empor. Erste Befürchtungen von Anwohnern, die den Brand gemeldet hatten, der gesamte Recyclinghof würde in Flammen stehen, bewahrheiteten sich zum Glück nicht. Trotzdem habe, so Einsatzleiter und Gemeindewehrführer Volker Delfskamp, Claas Liebold als Chef der Puttgarden-Todendorfer Wehr aufgrund einer zunächst unübersichtlichen Lage die Alarmstufe erhöht. So seien laut Delfskamp nicht nur die Wehren Puttgarden-Todendorf und Bannesdorf, sondern auch Burg mit der Drehleiter, die Führungsgruppe sowie Vadersdorf-Gammendorf alarmiert worden. Letztere allerdings nur in Bereitstellung. Rund 45 Kräfte der Feuerwehren waren im Einsatz. Diese hatten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen können. „Durch den massiven Einsatz von Wasser und einem leichten Schaumgemisch gelang es uns schnell, das Feuer niederzuschlagen“, so Feuerwehrsprecher Lars Carstensen.

Als das Feuer unter Kontrolle war, kamen Bagger und Radlager des Recyclinghofes zum Einsatz, um den Müllhaufen auseinanderzuschieben, damit die Glutnester besser bekämpft werden konnten.

Nach Mitteilung von Volker Delfskamp war das Feuer gegen 22 Uhr aus und gegen 0.30 Uhr der Einsatz beendet. Gegen 6 Uhr gestern Morgen qualmte es erneut, doch Mitarbeiter des Recyclinghofes hätten nach Rücksprache mit der Feuerwehr mit einem von den Einsatzkräften vorsorglich vor Ort liegengelassenen B-Schlauch noch einmal selbst Wasser auf die Brandstelle gegeben, so Delfskamp.

Laut Polizeipressestelle ist nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden ein Fremdverschulden auszuschließen. Durch Wärmeentwicklung könnte der Müllberg demnach durch Selbstentzündung in Brand geraten sein.

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