Abriss spätestens Anfang nächster Woche

Kurmittelhaus ist schon leergeräumt

Der Bauzaun steht schon, in den letzten Tagen wurde das Kurmittelhaus komplett leergeräumt und entkernt. Mit dem Abriss soll spätestens Anfang nächster Woche begonnen werden.

BURGTIEFE (pl) • Die letzten Tage des Kurmittelhauses sind gezählt. In den vergangenen eineinhalb Wochen wurde das Gebäude am Südstrand komplett leergeräumt und entkernt. Nun werden die letzten Vorbereitungen für den Abriss getroffen. Ein Bauzaun trennt mittlerweile das Gebäude von seinen ehemaligen Besuchern, die allmählich wieder die Südstrandpromenade bevölkern.

So wurde das Kurmittelhaus am Dienstag vom Wassernetz der Insel getrennt. Letzte Entkernungsarbeiten laufen, das Baustellengelände wird präpariert, Zufahrten für die Maschinen werden errichtet. „Spätestens Anfang nächster Woche beginnt der Abriss“, gab Bauamtsleiter Burkhard Naß Auskunft. Leistungsstarke Bagger werden die Mauern des Hauses zum Einsturz bringen und damit ersten Platz schaffen für das neue Freizeitbad. Bekanntlich soll in diesem Bereich ein Kinderland entstehen, in das eine Wasserrutsche führt. Für Etage zwei ist eine Saunalandschaft vorgesehen.

Das ein oder andere Teil aus dem Inventar des Kurmittelhauses wird künftig anderenorts zum Einsatz kommen. Noch brauchbare Einrichtungsgegenstände wie Umkleideschränke oder auch Sanitäres wie Waschbecken wurden beiseite geschafft. „Schulen oder auch die Feuerwehren werden das sicher gebrauchen können“, so Naß.

Unterdessen dauert das Berufungsverfahren um das „Haus des Gastes“ an. Bekanntlich sollte das vermutlich marode Gebäude zu Gunsten eines Hotelbaus weichen. Doch der Landesdenkmalschutz machte einen Strich durch diese Rechnung. Daraufhin hatte die Stadt gegen die Unterdenkmalschutzstellung Klage eingereicht, der das Verwaltungsgericht Schleswig im Oktober 2005 entsprach. Die Denkmalschützer gingen in Berufung. Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt erwartet eine endgültige Entscheidung des Gerichts im März. Derzeit wird ein neues Gutachten erstellt, das endgültig klären soll, ob das Haus baufällig ist. Materialproben wurden entnommen, die nun in der Technischen Universität Braunschweig von Experten unter- sucht werden. Die Stadt rechnet mit einem Ergebnis „in Kürze“, so Naß.

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