Landjugend Fehmarn Keller räumen
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Alle fleißigen Helfer der Landjugend Fehmarn vor dem gesponserten Container.

Auf der Suche nach einem Partyraum

Landjugend Fehmarn ohne Heimat

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Die Tür zum geliebten Party-„Keller“ musste die Landjugend Fehmarn zuletzt für immer schließen. Eine neue Heimat ist bis jetzt nicht in Sicht. Wer was anbieten kann – einfach melden.

  • „Keller“ geräumt – neuer Partyraum ist nicht in Sicht.
  • Nachwuchssorgen für Vorstandsarbeit.
  • Wer mitmachen will, ist herzlich willkommen.

Fehmarn – Wer feiert, kann auch arbeiten. Das galt für Mitglieder der Landjugend Fehmarn am Sonnabend. Der Anlass war allerdings ein trauriger. Die LaJus und einige Ehemalige räumten ihren geliebten „Keller“ aus und schlossen ein letztes Mal die Tür hinter sich ab. Die Halle in der Industriestraße wird abgerissen. „Wir sind jetzt quasi obdachlos“, bringt es die 1. Vorsitzende Amira Fox auf den Punkt. Man habe zwar ein paar Angebote gehabt, wie beispielsweise freistehende Scheunen, aber nicht genügend Geld für einen Umbau.

Einige von uns verbinden viele schöne Erinnerungen mit dem Ort.

 1. Vorsitzende Amira Fox

Der Landjugendkeller fehle, so Fox, sei dieser doch mit viel Kraft und Eigenleistung 2011 eingerichtet und aufgebaut worden, nachdem der alte Keller durch einen Brand verloren gegangen war. Zudem sei der Ort nicht nur für die Lagerung von Hab und Gut nötig, sondern auch als Treffpunkt für die Jugendlichen der Insel. „Wir trafen uns hier an den Wochenenden für verschiedene Themenabende oder Veranstaltungen“, so die 1. Vorsitzende und fügt hinzu: „Einige von uns verbinden viele schöne Erinnerungen mit dem Ort.“

Auf der Suche nach einem Partyraum

Für Sperrmüll stellte die Firma von Schönfels dankenswerterweise kostenlos einen Container zur Verfügung. Für das verbleibende Inventar wurden Unterstellmöglichkeiten gesucht. Aufgeteilt auf diverse Dachböden, ist nun alles untergebracht, „kreuz und quer über die Insel verteilt“, so Fox und hofft darauf, dass sich vielleicht doch noch eine gute Gelegenheit ergibt und sich jemand bei der Landjugend meldet. „Wichtig ist, dass wir da auch feiern können – wir suchen ja einen Partyraum.“

Die 1. Vorsitzenden Amira Fox und Hans Wesp schließen ein letztes Mal die Tür zum LaJu-„Keller“ zu.

Einnahmen und Spenden weggebrochen

Die Landjugend hofft zudem, nach eineinhalb Jahren wieder mit Veranstaltungen loslegen zu können, denn auch an der Landjugend sei Corona nicht spurlos vorbei gegangen, betont die Vorsitzende. „Durch die letzten eineinhalb Jahre ohne Veranstaltungen brachen für uns die Einnahmen und Spenden von Feten, Anbaden und Grabenspringen weg. Die laufenden Kosten mussten wir jedoch weiterhin decken.“

Neuer Vorstand wird Ende Oktober gewählt

An der Stelle hört es aber nicht auf: Wie so viele Vereine hat auch die Ortsgruppe der Landjugend auf Fehmarn ein Nachwuchsproblem. „Es ist schwer, den Nachwuchs für den kommenden Vorstand zu finden“, so Fox. Ende Oktober soll auf der Vorstandssitzung gewählt werden, und wie es momentan aussieht, schrumpft der aktuell elfköpfige Vorstand des zurzeit rund 300 Mitglieder starken Vereins deutlich.

Drei wollen wieder antreten, der Rest verlässt größtenteils die Insel. Fünf Personen bräuchte man mindestens, schätzt die 1. Vorsitzende und weiß: „Es wird schwierig. Gefühlt hat keiner mehr Lust auf Vorstandsarbeit“, die durchaus arbeitsintensiv sei, allerdings auch mit viel Spaß, tollen Bekanntschaften und neuen Freundschaften einhergehe.

Jeder, der Bock hat, mitzumachen, soll sich bei uns melden. Ihr seid herzlich willkommen.

1. Vorsitzende Amira Fox

Daher der Aufruf von Amira Fox im Namen der LaJus: „Jeder, der Bock hat, mitzumachen, soll sich bei uns melden. Ihr seid herzlich willkommen.“

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