LBV und DB Netz informieren über Planungsstand Sundquerung / Ergebnis noch 2019?

Langer Weg zur Vorzugslösung

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Das Projektsteuerungsteam der Vorhabenträger beantworte an verschiedenen Stationen Fragen.

Fehmarn – Von Manuel Büchner. Wie wird Fehmarn zukünftig ans Festland angebunden sein? Die Fehmarnsundbrücke wird langfristig nicht in der Lage sein, den Güterverkehr zu schultern, der im Zuge der geplanten Festen Fehmarnbeltquerung und deren Fertigstellung rollen soll. Seit der Ausschreibung der Vorplanung eines Ersatzbauwerkes 2016 werden bekanntlich vier Querungsvarianten für Schiene und Straße (kombinierte und getrennte Brücke sowie Absenk- und Bohrtunnel) unabhängig voneinander untersucht. Hinzu kommt die eventuelle Teilweiternutzung der jetzigen Fehmarnsundbrücke.

Viel Neues konnten die Vorhabenträger Deutsche Bahn Netz und Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) gestern bei der zweiten Infoveranstaltung in der Mensa der Inselschule Fehmarn über die aktuellen Planungen nicht berichten. Einzig bei den möglichen Querungsverläufen scheint Bewegung ins Spiel gekommen zu sein. Jeweils drei Vorzuglinien je Querungsvariante, immer nahe an der Bestandstrasse, haben sich anhand der Kriterien raumstrukturelle Wirkungen, technische Belange und Umwelt herauskristallisiert. In den weiteren zwei Verfahrensstufen werden dann verkehrliche Belange, die Wirtschaftlichkeit und Risikoaspekte wie durch den Baugrund als Bewertungskriterien zusätzlich aufgenommen.

Bahnsprecherin Ulrike Schenka führte wie bei der ersten Veranstaltung in Großenbrode zunächst in das Thema ein. Sie und Jürgen Kordes von der Ingenieurgesellschaft „Obermeyer Planen + Beraten“ verdeutlichten erneut die Komplexität des Vorhabens in einem Planungsraum Fehmarnsund, der „sehr herausfordernd ist“, so Schenka. Das erkläre die zeitlichen Dimensionen, betonte sie. Und diese Dimensionen scheinen sich noch ein wenig auszudehnen. Hieß es im November noch, dass die Querungsvariante des Sundes zum Ende des Jahres 2019 feststehen wird, hörte sich dies gestern schon anders an. „Natürlich könnten wir ein Datum nennen, aber wir wollen es ordentlich machen“, so Schenka mit Blick auf eine eventuell verfehlte Deadline.

Als Meinungsbild und Diskussionsgrundlage hatten die Vorhabenträger nach der Präsentation Stehtische zu einzeln Themen aufgebaut. Karteikarten mit Fragen und Anregungen konnten von den Zuschauern ausgefüllt werden, die dann vor Ort digitalisiert über Beamer für ein erstes Stimmungsbild an die Wand geworfen wurden. Bei der nächsten Veranstaltung im Spätsommer, soll nicht zuletzt eine Auswertung der Anmerkungen erfolgen. Dann sollen auch die Vorplanungen abgeschlossen sein. Das heißt: Es gibt eine Vorzugsvariante pro Grundsatzlösung. Diese könnten dann, wenn als sinnvoll erachtet, mit den vier Kombinationsvarianten (Brücke für Straße mit Absenktunnel für Schiene und umgekehrt sowie gleiche Varianten für Bohrtunnel) verglichen werden.

Bereits während der Präsentation (abrufbar unter www.anbindung-fbq.de) des Planungsstandes richtete das Publikum zahlreiche Fragen an die Vorhabenträger.

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