Kirchenkreisverwaltung ordnet die Finanzen / Beifall für Dr. Hoffmann und Klaus Treimer

Langwierige Synodentagung

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Dr. Hoffmann.

CISMAR -hö- Das war zäh. Die  Synodentagung am Freitag des Kichenkreises Ostholstein in Cismar zog sich arg in die Länge, hatte aber mit den Berichten des seit acht Monaten im Amt befindlichen Verwaltungsleiters Dr. Matthias Hoffmann und des Finanzausschussvorsitzenden Klaus Treimer zwei mit Beifall bedachte Premieren zu bieten.

Denn viel Arbeit liegt hinter den Experten, viel Arbeit gilt es noch zu bewältigen. Rückblickend gab es viel aufzuarbeiten, da die Rechnungsprüfung für 2015 und 2016 wesentliche Beanstandungen ergab. Doch mittlerweile sei es durch die eingeleiteten Maßnahmen wieder möglich, die „Vermögensverwaltung rechskonform abzubilden“, deutete Dr. Hoffmann an, auf dem richtigen Weg zu sein. Und auch Klaus Treimer, bis Ende Oktober Vorstandschef der VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG, und nun im Ruhestand ehrenamtlich für den Kirchenkreis tätig, meinte, „es gibt viel zu tun um die Finanzen des Kirchenkreises“. Zum zukünftigen Betätigungsfeld gehört die für 2020 vorgesehene Einführung der Doppik. Diesbezüglich sei der Kirchenkreis Ostholstein einer der letzten in der Nordkirche, berichtete Dr. Hoffmann.

Es gibt aber auch Bereiche, in denen die Verwaltung des Kirchenkreises top ist. Beispielsweise bei der Ausbildung. So sei Ostholstein nur einer von sechs Kirchenkreisen der gesamten Nordkirche, der auf diesem Gebiet ausbilde, sagte der Verwaltungsleiter.

Die Synode sprach sich dafür aus, in der Verwaltung ein Sachgebiet Friedhof zu schaffen mit drei Mitarbeitern. Auf Wunsch der Kirchengemeinden war bereits vor zwei Jahren unter Leitung von Propst Dirk Süssenbach eine Arbeitsgruppe gebildet worden, die die Zukunftsfähigkeit der kirchlichen Friedhöfe und ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit begutachtet. Aufgrund des demografischen Wandels und vieler neuer Bestattungsformen ist es für die Kirchengemeinden immer schwieriger geworden, den Betrieb von Friedhöfen kostenneutral zu führen. „Die Erhaltung der Friedhöfe als kultur- und geschichtliche Denkmale muss für die Kirchengemeinden und Kommunen eine gemeinsames Anliegen sein“, so der Standpunkt Süssenbachs.

Die Mitarbeiter des neuen Sachgebiets Friedhof sollen unter anderem eine rechtssichere Kalkulation der Friedhofsgebühren nach einheitlichen Maßstäben auf die Beine stellen und die Friedhofsverwaltung insgesamt vereinheitlichen. Dazu zählt eine umfangreiche Bestandsaufnahme der verschiedensten Daten wie Gräberzahlen und Grabfelder. Einen ersten Entwurf solch einer rechtskonformen Gebührenkalkulation habe die Verwaltung schon erarbeitet, doch Hoffmann sagt auch, dass noch Überarbeitungspotenzial besteht. Das Sachgebiet Friedhof soll dem Verwaltungszentrum Neustadt angegliedert werden.

Es war bereits 18.30 Uhr, als die Synodalen zum Abendimbiss gingen, um anschließend gestärkt den Haushalt 2019 beraten und beschließen zu können. Die Kirchensteuerzuweisung fällt im kommenden Jahr mit 15,5 Millionen Euro um 500000 Euro höher aus als zuletzt. Davon profitieren auch die Kirchengemeinden, denen 5,7 statt zuletzt 5,5 Millionen Euro zugewiesen werden. Die Tagung dauerte bei Redaktionsschluss an.

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