Bürgerbefragung durch den Seniorenbeirat Fehmarn/250 Bögen verteilt, 72 gaben Auskunft

Lebensform und Wünsche der Senioren

Mitglieder des Seniorenbeirats trafen sich gestern zur „Nachlese“ der ausgewerteten Bürgerbefragung im Verwaltungsgebäude in der Bahnhofstraße. Das Foto zeigt Peter Meier, 1. Vorsitzender des Seniorenbeirates (mit Akten) und sein Team.

FEHMARN (nic) • Wie leben Fehmarns Senioren, welche Wünsche haben sie? Das wollte der Seniorenbeirat Fehmarn wissen und hat im Herbst vergangenen Jahres eine anonyme Bürgerbefragung auf der Insel durchgeführt.

An 250 der 4400 derzeit auf Fehmarn lebenden Menschen über 60 Jahre wurden Fragebögen ausgehändigt, 72 der Bögen erhielt der Seniorenbeirat beantwortet zurück. Die jetzt vor- liegende Auswertung präsentierte der Seniorenbeirat gestern.

Demnach wohnen 69,5 Prozent der befragten Senioren in Burg, 30,6 Prozent in anderen Ortsteilen. Zur Miete wohnen 47,3 Prozent, im eigenen Haus 38,9 Prozent und 11,1 Prozent bei den Kindern.

90 Prozent kennen den Bürgerbus

68,1 Prozent der 72 Senioren, die sich an der Befragung beteiligten, haben einen eigenen Pkw, 27,8 Prozent verfügen über kein eigenes Fahrzeug. Öffentliche Verkehrsmit- tel nutzen 36,1 Prozent gelegentlich, 13,9 Prozent häufig und 50 Prozent nie. Bus (62,6 Prozent), Bahn (44,5 Prozent) und Taxi (33 Prozent) – in dieser Reihenfolge werden Verkehrsmittel genutzt. 90 Prozent der Befragten kennen den Bürgerbus, 9,7 Prozent nutzen ihn. In einem Ehrenamt engagieren sich 22 Prozent.

„Wie und was gefällt Ihnen besonders am jetzigen Wohn-umfeld?“, hatte der Seniorenbeirat in einer weiteren Frage wissen wollen. Mit „gut“ bewerteten 90,3 Prozent ihr Wohnumfeld, schätzten Ruhe (90,3 Prozent), Einkaufsmöglichkeiten (89 Prozent), Kultur und Freizeit (66,7 Prozent) sowie Sicherheit und Sauberkeit (65,3 Prozent).

Pflaster auf dem Marktplatz schlecht

Das Pflaster auf dem Marktplatz: Schlecht, sagen 72,3 Prozent der Befragten, 52,85 Prozent halten die Benutzung der Bürgersteige für schlecht. Die Sauberkeit im Stadtpark: 44,5 Prozent sagen schlecht, ebenso die Sauberkeit der Parkplätze (55,6 Prozent)

Ihrer Freizeit genießen 38,9 Prozent gerne zuhause, viel unterwegs sind 6,9 Prozent der Befragten. Gartenarbeit (40,3 Prozent) und Essen gehen (43 Prozent) nehmen einen hohen Stellenwert ein (Reisen: 12,1 Prozent, Theater: 11,5 Prozent und Einkaufen: 11,1 Prozent).

Einen Lebensmittel-Bringdienst bemühen 25,2 Prozent, 12,5 Prozent der Befragten lassen sich Getränke ins Haus liefern.

Von Essen auf Rädern macht derzeit keiner Gebrauch. Jedoch würden 69 Prozent Essen auf Rädern nutzen, wenn sie nur noch eingeschränkt aktiv sein könnten. Hausbesuche vom Arzt wüssten denn 80 Prozent der Befragten zu schätzen, einen Abhol- und Bringdienst zu Veranstaltungen 52 Prozent.

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