Wohl aller im Vordergrund

Fehmarns Lebensmittelhändler rüsten auf

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Fehmarn –wa– Eines ist allen Lebensmittelhändlern auch – und ganz besonders – in diesen Zeiten des Ausnahmezustands gemein. Die Sorge um das Wohl ihrer Kunden und ihrer Mitarbeiter. So ist es leicht nachvollziehbar, dass sie sich Gedanken machen, wie sie das höchste Gut der Menschheit auch in der Krisenzeit bewahren können.

Die Lebensmittelhändler sind schließlich für die Grundversorgung der Bürger unabdingbar und müssen dafür Sorge tragen, dass sie ihrem Auftrag auch weiterhin gerecht werden können. Und dafür sind nicht nur die Waren und Produkte selbst wichtig, sondern auch die Mitarbeiter, die sie zum einen in den Laden bringen und zum anderen an die Kunden verkaufen.

Anpassen an die neuen Umstände

Damit die Mitarbeiter selbst vor dem Coronavirus geschützt sind und ebenso die Kunden, passt sich der Lebensmittelhandel auf Fehmarn größtenteils gerade den neuen Umständen an. So gibt es seit neuestem bei Edeka Guttkuhn zum Schutz eine Plexiglas-Umrandung an den Kassen. Im ersten Moment sei das zwar etwas ungewohnt, so die Mitarbeiter, jedoch sehen sie die Veränderung positiv. Dem schließen sich die meisten Kunden an und verstehen es auch als Schutz für sich selbst.

"Wir müssen gesund bleiben"

„Wir müssen gesund bleiben, sodass die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln sichergestellt ist“, betont Andreas Guttkuhn und hofft, dass sich durch die Öffnungszeit an den Sonntagen auch eine Entzerrung einstellt. Bisher sei es noch so, dass viele zu den üblichen Stoßzeiten wie freitags einkauften, selbst wenn sie jetzt auch in der Woche Zeit hätten. Seine Devise lautet, das Kundenaufkommen so breit wie möglich zu verteilen.

Schutzmaßnahmen für ältere Menschen ergreifen

Guttkuhn bemängelt auch, dass die Risikogruppe der älteren Mitbürger, „für die wir jetzt Schutzmaßnahmen ergreifen“, sich häufig der Situation gar nicht bewusst sei und ganz entspannt ins Geschäft käme. Dem pflichtet Thomas Stübben bei, Marktleiter bei Edeka Töpfer in Petersdorf: „Gerade ältere Menschen nehmen die Situation auf die leichte Schulter.“

Automatisierte Durchsagen: "Bitte Abstand halten."

Auch im Hause Töpfer hat man sich umgestellt. Neben dem Kassenschutz gibt es Markierungen auf dem Boden zum Einhalten eines Mindestabstands. Alle sechs bis neun Minuten gebe es eine automatisierte Durchsage: „Bitte Abstand halten.“ Und man habe das Personal im Markt ausgedünnt, um eine Reserve zu haben, falls sich jemand ansteckt und nicht mehr arbeiten kann. Auch bei Edeka Jens gibt es an den stark frequentierten Kassen bereits einen Plexiglas-Schutz. Bei Rewe, Lidl und Aldi sollen diese Schutzvorkehrungen ebenfalls in Kürze umgesetzt werden. Einzig bei Netto verlässt man sich auf den gesunden Menschenverstand und hat lediglich die Hygienevorschriften verstärkt.

Alle Händler appellieren an die Vernunft der Menschen, sich auch beim Einkaufen umsichtig zu verhalten und es nicht übel zu nehmen, wenn man rein räumlich etwas mehr Abstand zu den Kunden nähme.

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